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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-11-01 · Heft 2 (November 1895) · p. Seite 85

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 2 (November 1895)
Article
Die jüdischen Friedhöfe Ofens
Date
1895-11-01
Page
Seite 85 (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829682-2829685-2879511--26808-2879561
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Die jüdischen Friedhöfe Ofens. 85 stossGD. war, das ich. schon nach den ersten Fundspuren erschliessen zu dürfen mit Recht annahm. Waren es auch wieder nur Fragmente von Grabsteinen, die aus der Erde gehoben wurden, so enthielten sie doch Jahreszahlen, welche die Sicherheit brachten, dass wir 1111s liier auf dem Boden des Gottesackers befinden, der yon der zweiten Hälfte des 13. bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts der Ofener jüdischen Gemeinde gedient nnd nur während der wenigen Jahre, in denen die Juden unter Ludwig den! Grossen ans Ungarn vertrieben waren, verlassen dageJegen hat, um nach der Rückberufung der Juden in’s Land wieder benutzt zu werden. Auf dem Areal in der Länge von circa 72 m, auf dem jetzt die zwei Heubauten des Herrn Bi ermann zwischen der Tunnel- und der Rohamgasse sich erheben, hat also, wie nunmehr mit aller Sicherheit behauptet werden kann, der älteste Friedhof der Juden in Ofen sich ausgebreitet, aus dem möglicher Weise noch weitere Denkmäler an’s Licht kommen werden. In dem Erdreich unterhalb der Kellersohle dieser Bauten, das der Spaten noch nicht berührt hat, ruhen noch unzweifelhaft Reihen von Gräbern, deren Inschriftsteine vielleicht noch unversehrt erhalten sind, wenn wir nicht annehmen müssen, dass die Stürme der Verheerung, die in so viel Kriegen über die stille Stätte dahingerast haben, die Denkmäler umgestürzt und abgebrochen haben werden, so dass auch da, wie es bisher zumeist der Fall war, nur Stümpfe von Grabsteinen, Reste von Sockelinschrifteen zu Tage treten würden. Das älteste der neuen Fragmente zeigte sofort, dass wir um mehr als ein Jahrhundert von den zuerst gefundenen Steinen entfernt seien. כסליו שנת קגד לפרט לאלף השישי תנצכה Drei Zeilen vom Ende der Inschrift, die uns an die Wende der Jahre 1393 mul 94 stellt, von tadelloser Erhaltung, sind Alles, was von diesem Grabstein übrig ist. קצא לפרס תנצבה אס 1 אמץ סלה] Diese zwei Endzeilen der völlig verlorenen Inschrift des zweiten Fragmentes führen uns bereits in’s 15. Jahrhundert, da der Stein entweder in das Jahr 1430 oder 1431 gehört. Es muss ein Denkmal von ganz besonderer Mächtigkeit gewesen

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