Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Chajjim b. Mose Katzenellenbogen und die zweite Judenschlacht von Lublin
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 559 (sequence 6)
- Language
- German
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Einwanderung ungarischer und polnischer Juden. 559 והוא נשאר מיתר הרופאים, מן הנופלים בגזירות, כי משמים הביט ה., לרחם עליו, הן היום הקריב את עצמו, וממקומו הוא יפן לרחמי מעכ״ת בהראותו את עושר כבור מלכותו, וחכמה ורעת ויראת ה׳ היא אוצרו, נא התכבדו מכובדים במעשה הצדקה לתת לו מנה יפה, והיה עלהו לתרופה, ממכת השביה, ובכן תשאו ברכה מאת ה׳ וצדקה מאלקי ישעו, המדבר בצדקה, הצעיר אברהם אורטונא חותם פה ק״קררונ״א, פי ואח חקת . Daten zur Einwanderung ungarischer und polnischer Juden nach Schlesien, Von Dr. Max Pollak. Ein ungarischer Schriftsteller sagt, die Juden haben es in Ungarn lind Palen stets gut gehabt, denn Ungarn wie auch Polen waren ein ״paradisus Judaeorum“. Wohl war die Lage der Juden in Polen und besonders in Ungarn eine verhältnissmassig bessere, als anderwärts, allein ein Paradies der Juden war Polen und Ungarn nur in dem Sinne, dass sie hier wie dort aus dem Paradiese verjagt wurden und das Flammenschwert des Cherub ihnen den Eingang zum Paradiese verschloss. Aus Ungarn wurden die Juden zwei Mal vertrieben. Wir halten dabei bloss die allgemeinen und nicht die partiellen Vertreibungen vor Angen. Zum ersten Mal unter Ludwig dem Grossen (circa 1360) t) und zum zweiten Male nach der Schlacht bei Mohäcs (1526). Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Vertreibung mussten die Juden in Polen mit ihren ungarischen Brüdern mitleiden. Denn derselbe Ludwig der Grosse wurde später König der Polen, und nachdem seine Bekehrungsversuche bei den polnischen Juden ebenso misslungen waren, wie bei den ungarischen, wollte er sie dort auch des Landes verweisen2). Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts können wir un- .gefähr dieselbe Wahrnehmung machen. Damals wurden die polnischen Juden wiederum in Mitleidenschaft gezogen. Wir bemerken im Gewebe der polnischen Geschichte, wenn auch nicht denselben, so doch einen ähnlichen Einschlag, wie in dem der ג) S. Kohn S., A zsidok törtenete Magyarorszagon, 134 ff. 2) Kohn a. a. 0.