Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 2)
- Language
- German
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424 Besprechungen. völlig entfällt. 1b, Z. 29 fordert der Sinn in סדריה ומסדריהה לגלות , dass ,ו&סתריר gelesen werde. S. 18, Z. 7 ergiebt der Zusammenhang רבים קמים וחפשי עולות, dass נעלות ] עילות gelesen werde. S. 23, Z. 9 ist der Satz: ואל פיהו יגיח ירק מקרים וסכות unerklärlich; es muss aber einfach statt des räthselhaften Grüns ירדן lauten; was Job. 40, 23 nahe genug legt, die Verwechselung von דן und ק ist bei sefardischer Schrift nur zu leicht möglich. Kleine Nachhülfen für das Verständniss wären nicht über־ flüssig gewesen, so z. B. S. 24 Z 1 השנוי השנוי, wo die Vocalisation השנוי השני die Erklärung enthält und der kundige Leser durch das darauf folgende וההפעלות sofort merkt, dass der Dichter seinen Maimuni inne hat und an Morel, 56 denkt. Das. Z. 3 v. u. bedarf יראה בעינו בעינו eines Hinweises auf Z. 5, 6 und das darauffolgende והבט der Verbesserung in והביט; vgl. S. 18, Z. 5 v. u.: אנוש יביט יראה בעינו בעיני עליו יפקח. Auch die Gedichte, in denen das Metrum die Controle erleichtert, bedürfen nicht weniger Verbesserungen. S. 27, Nr. 9, Z. 3 musste hinter כאב״ל die Zahl 53 gesetzt werden, da der Dichter in der später auch in Italien herrschend gewordenen Manier den Verszähler gleichsam als Gustos an die Spitze des Gedichtes stellt. Das. Z. 10 muss מראת zur Erklärung vocalisirt werden. S. 28, Z. 9 muss es statt איך חשבו עינינו heissen: עיניו. Das. Z. 20 gehört וכל nach dem Metrum und ebenso in V. 29 ועלי zum ersten Halbvers. Das Z. 5 v. u. wird der Halbvers אויה לצוננים הנמוגים ברמי um Sinn und Klang gebracht; es muss natürlich לנוגים heissen,: vgl. Zeph. 3, 18. S. 31, Z. 5 erfordert statt לי עת das Metrum לי ועת. Das. 13 muss es ans demselben Grunde statt באריה lauten: כארי. S. 32, Z. 8 v. u. ist zu lesen זמן וששון, da ששון gegen das Metrum verstösst. S. 33, Z. 20 ist החשיב, worauf schon Jer. 5, 30 führen muss, in החשיך zu verändern. Das. Z. 7 v. u. ist מעשה, wie der Keim ergiebt, offenbar nur ein Druckfehler für מעלה, ebenso S. 34 Z 22 רעיונך statt רעיוניך• S. 35, Z. 2 ist statt des sinnlosen ולמעיו יחלוש zu lesen: ולמענו. Das. Z. 17 war das Wort יעלת zu yocalisiren, um Missverständnissen vorznbeugen und es von Z. 7 zu unterscheiden. Eine Zählung der Zeilen am Bande sollte bei kritisch zu benutzenden Texten niemals verabsäumt werden. Auch die in der schönen und auch sachlich werthvollen Einleitung Brody’s ausgehobenen Proben gehen zu kritischen Bemerkungen Anlass. S. 11, Z. 15 ist das Ausrufungszeichen nach להתדרג und dessen Sperrung überflüssig, da dieser Arabismus in der philosophischen Sprache gewohnlich ist. Arabischen Einfluss zeigt auch die formelhafte^ Wendung s. 13, z. 8 v. n.: ממך ואליך. S. 11, z. 4 v. u, ist קרוב למתדמה zu lesen. Die Ausgaben mittelalterlicher hebräischer Dichter erfordern die höchste Akribie. Möge Brody, in der Strenge der Forderungen an sich selber fortschreitend, uns bald mit neuen Gaben erfreuen. David Kaufmann. Dr. S. Horovitz, Predigten. Bielitz, 1894. (2) und 146 und (2) S. S., 8. Gelegentlich einer Becension von Predigten äusserte sich der sei. Seminardirector Frankel, vor dessen kritischer Autorität Schüler und Genossen sich beugten, inbemerkenswerther Weise über jüdischePredigten: ,,Es liegt unstreitig für jeden Hörer,'c so meint er, ״und besonders für