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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 8 · p. Seite 370

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1895-01-01
Page
Seite 370 (sequence 3)
Language
German
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370 Besprechungen. S. 122 Z. 6 st. וחמש .1 וחמשה. — s. 124 Anmm. Z. 1 V. u. st. apy.1ctY]<; 1. opxYjoxYjc. — S. 125 z. 1 st. ,וששר L ושש. — S. 127 z. 2 st. ׳1 של ימים שלמים; Z. 3 v. u. st. ־ .ושבע .1 ושבעה— S. 134 z. 3 v. u. st. תשעה l. תשע. s. 137 z. 4 st. ואחת .1 ואחד; z. 7 vor כתחשב ist "(א)“ zu setzen; z. 14 8t. א* .1 א; Anmm. Z. 3 st. עשה .1 וח; das. Z. 9 st. (לא (א) .1 (ין; das. z. 12 st. (א*) .1 לא (א). — s. 139 z. 3 st. שתים .1 שנים. Dr. A. Ehrlich. Di© Controyersen der Schammaiten und Hilleliten. I. Ton Prof. Er. Ad. Schwarz. Ein Beitrag zur Entwickelungsgeschichte der Halacha. Ausgegeben am 15. October 1893, dem Eröffnungstage der isr. theol. Lehranstalt in Wien ״von dessen Rector. Wien, Yerlag der israel. theol. Lehranstalt 1893; (4) u. 110 u. (2.) SS., 8. Jüngst war in dieser Monatsschrift viel von der ״ersten halaehisehen Controverse“ die Rede. Dieser ohne Erage sehr interessante Gegenstand wurde von Herrn Prof. Schwarz und mir eingehend besprochen. (Jahrg. 37, S. 164ff. 207 ff.; 38. Jahrg., S. 385 ff.; 433 ff.) Als allgemein angenommener Grundsatz gilt es, dass die Controverse über סמיכה bis auf Schammai und Hillel die einzige war. Schammai und Hillel selbst treten bekanntlich als Controversanten bei 4 Pallen auf; Schammaiten und Hilleliten bei überaus zahlreichen Fällen. Es wäre verfehlt, in den Differenzen dieser beiden Schulen Ueberlieferungen der Lehrer sehen zu wollen. Das ist durchaus nicht der Pall. Luzzatto hat bereits darauf hingedeutet, dass Schammaiten und Hilleliten keineswegs stets die Lehrmeinungen Schammai’s und Hillel’s vertreten. Ueber das Princip der Controversen und die Motive der Differenzen sowohl Schammai’s und Hillel’s als auch der Schammaiten und Hilleliten ist viel gestritten worden. In der vorliegenden umfangreichen Arbeit hat nun Herr Prof. Dr. Schwarz, die ״Controyersen der Schammaiten und Hilleliten“ einer gründlichen Untersuchung zu unterwerfen begonnen und ist dabei zu vollständig neuen Resultaten gelangt; wir werden mit einer Entdeckung im buchstäblichen Sinne bekannt gemacht, welche allen Talmudforsehern von den ältesten bis auf die neueste Zeit unbegreiflicherweise verborgen gehlieben ist, mit der Entdeckung, dass diese Controversen ״keineswegs durch Unsicherheit oder Schwankungen, sondern einzig und allein durch principielle Gegensätze entstanden seien und durch das Prävaliren der Theorie vor der Praxis (שימוש) in überraschender Weise zugenommen“ haben; dass sie ״nicht auf ein Schwanken in Bezug des Wortlautes der Tradition, sondern auf einen in den Lehrmeinungen hervor tretenden Principienunterschied znrückgeführt werden“ müssen. Der Verfasser findet nun, dass dieser Principienunterschied in allererster Linie auf die Thatsache zuriiekzuführen sei, dass die Schammaiten die von Hillel auf gestellten und von den Hilleliten befolgten hermeneutischen und midrasch iseh en Deutung 8־ regeln (מדות) nicht angenommen haben; dass ferner Differenzen in vielen Fällen dadurch entstanden seien, dass die beiden Schulen in der Auslegung eines Scliriftverses syntaktisch verschiedene Ansichten hatten; oder aber in der Auffassung über die Gebrauchsweise eines Gegen- Standes auseinandergingen. Die Richtigkeit dieser Aufstellung wird überall an Beispielen naebzuweisen versucht.

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