Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 8)
- Language
- German
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350׳ Nathanael Trabot über die Gebete in der Composition. geben, dass erst וידבר und אנכי vorgelesen werde, worauf dann אציתו folge1). b. ר(2 ארעא דקדא gleichfalls alphabetisch in 11 Strophen (Lg. das.) Darauf das jerusaiemiscke Targum3) zum 1. Gebot, דברא יקדמאה sodann folgt die Yerlesung des 2. Gebotes, angedeutet durch die Worte לא יחיה לך•!) lieber die Dibra’s cfr. Rappopoxt אגרות שי״ר S. 29, Zunz, G. Y.2 S. 426 Anm. b, insbesondere Lg. 75 ff. Ohne Zweifel bedeutet der Ausdruck ״Dibra“ ursprünglich nur das jerusalemische Targum des Dekalog, in dem jedes Gebot mit diesem Worte beginnt, und dann auch noch die demselben stets vorangehende poetische Dibra. Wenn Ziemlich, M.N. 26. Anm. 42 darauf hinweist, dass Maharil auch ״ אקדמותDibra“ nenne, und dass in M. Nürnberg II ausserdem auch noch ארכין mit דברא überschrieben sei; so ist darin nur eine erweiterte Anwendung des Ausdrucks zu erblicken, der vom Targum des Dekalog auf das Targum der Tageslection überhaupt und weiterhin auf die damit verbundenen poetischen Stücke übertragen worden ist, ebenso wie man das Targum für den 7. Pessach-Tag überhaupt ופרק genannt. — 2) Dies ist die eigentliche poetische Dibra, während אציתו nur gleichsam einen Prolog zu dem Dekalog überhaupt bildet. Ziemlich, a. a. 0. S. 47, Anm. 43, will dieses Stück gegen Zunz nicht als Dibra anerkennen und ihm den Platz vor dem 1. Gebot anweisen. Dass er jedoch mit Recht zu den Dibra’s zu zählen ist, beweist unsere Hs. in Uebereinstimmung mit M. V., welche nicht nur dieses Stück als Dibra aufführen, sondern eine andere Dibra zum 1. Gebot gar nicht haben. — 3) Dass dieses Targum aus dem תרגום ירושלמי herrühre und nicht etwa dem Targum Jonath. entnommen sei, dass vielmehr dieses selbst an dieser Stelle aus dem ירושלמי geschöpft habe, soll an anderer Stelle noch nachgewiesen werden. Nathanael Trabot über die Behandlung der Gebete in der Composition. Ein Beitrag zur Gesehiehte des synagogalen Gesanges. Yon Professor Dr. David Kaufmann. Abraham Joseph Salomo Graziano, die Biene von Modena, der erste Bücher- und Handschriften Sammler unter den Juden Italiens im siebzehnten Jahrhundert, hat dem geistigen Erbe der Familie Trabot, aus der die Mutter seines Yaters stammte?