Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Johann Peter Spaeth (Moses Germanus), der Proselyt
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 2)
- Language
- German
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Johann Peter Spaeth (Moses Germanus), der Proselyt. 179 Mosen German um nennt und vor wenig Jahren ein Jude worden, mit nöthigen Anmerkungen publiciret von F. Ch. Büchern, o. 0. 1699. 4°. 2. Extaxpa^pia theologico-philosophico-aenigmatica in honorem 1׳teav־8׳pü)7ü0t). Aug. Yind. 1680; auch bei M. Difenbach, Jadaeus conversus. Francof. ad Moen. 1709. 4°. p 130 bis 136. 3. Briefe an Wächter, lnitgetheilt und widerlegt in dessen: Der Spinozismus im Judenthum, Amsterdam 1699, S. 1—76. 4. Jubilus Judaicus, Mi Kamocha dictus. Amst. 1700. 4°. Yon zeitgenössischen Mittheilungen sind die Briefe Spener’s weitaus die werthvollsten. Sie linden sich in dessen Theologischen Bedenken (Halle 1715. 41) Bd. III, S. 534. 961; Bd. IY, S. 623; Consilia et judicia theologica latina (Francof. 1709. 4°) vol. III, p. 427; ferner bei Schelhorn, Amoenitat. liter. t. XIY, Francof. et Lips. 1731, p. 615 seq. Schelhorn hat in sein Sammelwerk auch einen Brief des Laubacher Pastors Schefer über Spaeth aufgenommen: a. a. 0. S. 610. Martin Difenbach, Pastor in Frankfurt a. M., der Spaeth persönlich kannte, hat diesem in seinem ״Judaeus conversus‘1 (Frankf. 1709. 4°) ein ausführliches Capitel (S. 128—154) gewidmet. — Die eingehendsten Nachrichten verdanken wir Johann Jacob Sc hu dt (Jüdische Merkwürdigkeiten, 4 Theile, Franckfurt und Leiptzig 1714—:1718. 40). Sie geben im Wesentlichen, was Schudt’s College, der Gymnasiallehrer Klumpf, in Amsterdam, wo er selbst mit Spaeth bekannt geworden war, über dessen Lebenslauf erkundet hatte. — Einige brauchbare Notizen liefern Andreas Carolus (Memorabilia ecclesiast. saeculi deeimi septimi, tom. II. 2. Tubingae 1702. 40. S. 911) und Gottlieb Stolle, ein Jurist, der 1703 den Professor v. d. Hardt in Helmstädt besuchte und von diesem mancherlei über Spaeth erfuhr, was er von Spener gehört hatte. Stolle’s Aufzeichnungen sind von Guhrauer in Schmidt’s Allg. Zeitschr. für Geschichte VII, 1847, S. 385 bis 436. 481—531 herausgegeben; das auf Spaeth Bezügliche findet sich S. 402. — La Croze, ein geborener Franzose, seit 1697 kgl. Bibliothekar in Berlin, spricht in seinen Yindiciae veterum scriptorum contra Harduinum, Roterodami 1708, p. 61—62. 114 von Spaeth, giebt aber unzuverlässige Nachrichten, die zum grössten Theil auf Wächter zurückgehen. Dennoch sind die Späteren, wie I. A. Bernhard (Kurzgefasste curieuse Historia derer Gelehrten, Frankf. 1718, S. 541 f.), Schelhorn (a. a. 0.), Wolf (Bibliotheca Hebraea I, 810. 813; III, 740) sowie die Artikel in Jöcher’s Gelehrtenlexikon Bi.:IY, S, 720) und in Zedler’s ITniversal-Lexikon (Bd. XXXYIII, S. 139.8f.) stark von La Croze abhängig. . : 12*