Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 3 · p. Seite 139

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1894-01-01
Page
Seite 139 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829668-2829672-2878852--26160-2878910
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Bibliographische Uebersicht. 139 offenbar also sehr junger Commontar, wie er richtiger auf dem deutschen Titelblatte genannt wird, hat aber der Sage von den Alraunen noch an einer anderen Stelle I עה gedacht, die einfach nach jener berichtigt werden muss, statt וקשר ראובן הדודאים בחמורו והוציאו muss es nämlich Leissen: וקשר ראובן חמורו בדודאים והלך לו. Wichtiger erscheint mir in der höchst bemerkenswerthen Abhandlung über in den Text gedrungene Schreiberglossen S. 100—103 die Hervorhebung einer Aeusserung Josef b. Isak b. al-Fawwals in der Vorrede zur TJebersetzung von Maimuni’s Mischnacommentar zu Moed an der vor Abraham Wilna meines Wissens Niemand Anstoss genommen hat. Der Uebersetzer spricht davon, dass man beim Uebertragen aus einer anderen Sprache unwillkürlich unter dem Hann derselben stehe, weshalb auch ihm häufig Verstösse mit unterlaufen seien, und fügt die denkwürdigen Worte hinzu: ואין בזה תימה כי אפילו בתורח כמצא כמח מלות מהופכות זרות עד שלא מצאו להם המדקדקים טעם אלא שאמרו כגדרו אחר המלות הקודמות להם. Das Entsetzen, mit dem Abraham Wilna diese Aeusserung des Uebersetzers abweist, verliert aber jede Grundlage, wenn die Worte ihrem richtigen Sinne gemäss verstanden werden. E3 ist ein merkwürdiges, wie ich glaube, noch nicht hemeiktes Zusammentreffen, durch das sich Ibn Alfawwal in diesen Worten mit Aron Alrabi begegnet. Wie dieser geniale Sicilianer manche Auffälligkeiten im Ausdruck der heiligen Schrift nach Josef Perles’ einzig wahrer Erklärung (Revne des etudes jnives 21, 247 ff.) dadurch rechtfertigt, dass er sie als unbewusst treue Wiedergaben des fremden Idioms, in dem der Held der Er- Zahlung sprechend gedacht wird, und dadurch unhebräisch gefärbte Wendungen darstellt, so spricht hier mehr als ein Jahrhundert vor ihm der Spanier, dessen Worte durch Alrabi erst ihre Erklärung finden, von solchen übersetzten Ste len der heiligen Schrift. Denn nicht ,,verkehrt“, wie Abraham Wilna schaudernd übersetzen zu müssen glaubte, sondern ,,übersetzt“ bedeutet das Wort 1מהופכות); Alfawwal sagt deutlich: die übersetzten Worte haben sich eben streng nach ihrer Vorlage (הקודמות להם) gerichtet; diese Bedeutung von הפך hat, ohne freilich unserer Stelle zum Nachweise sich zu bedienen, Leopold Zunz uns kennen gelehrt (Ges. Schriften 3, t>4), mit dem denn diese Besprechung, wie sie von ihm ausgegangen ist, auch schliessen mag. David Kaufmann 1) Darnach ist auch Steinschneiders Auffassung dieser Stelle (die hehr. Hebers., p. 923) zu berichtigen. Bibliographische Uebersicht über die im Jahre 1893 erschienenen Einzelschritten. I. Hebraica. Forts, v. Jahrg38 .־, S. 432. כלילת יופי. Gesch. der berühmtesten Rabbiner und Schriftsteller von Polen und Litt hauen nebst kritischen Anmerkungen. Von Chajjim Nathan Dembitzer. T11. II. Krakau, Fischer, 1893. 152 Bl., 8. Der vorliegende zweite Theil des 1888 begonnenen Buches enthält die Lebensbilder folgender Männer: 1) R. Josua b. R. Joseph,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.