Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 15)
- Language
- German
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Zur Erklärung zweier Mischnastellen. 63 ruht, was sie bei der bekannten Stadt Sidon nothwendig macht, und was כותרים bedeuten soll. Man hat noch nicht wahrgenommen. dass dieses כותרים identisch ist mit כותניין in j. Maas, scheni IV, 54d oben, welches weder von Levy (Nhbr. Wb. II, 439a), noch von Kohut (IY, 363a) erklärt werden konnte. 49) פזליפוראי Eimvohner von Tripolis in Phönizien, im Targ. jerusch. II für חר gesetzt; vgl. Nr. 42. 50) כפדוסאיי Einwohner von Kypros, im Targ. jerusch II für סיר gesetzt: vgl. Nr. 41. Die nun folgende Genealogie der semitischen Yölker findet sich in der Traditionslitteratur nirgends in ähnlicher Weise gedeutet, wie die bisherigen Gruppen; einige Be״ merkungen darüber sind enthalten in Genes, rabba cap. 37, 8, j. Kidduschin IV, 65d und j. Jebam. I, 3b; auch die Targumim zur Stelle geben manche Winke, die für die Erklärung der biblischen Namen verwerthet werden können, wobei wir uns jedoch hier nicht weiter aufhalten wollen. Zur Erklärung zweier Mischnastellen. Von Oberrabbiner Dr. S. H. Margulies. In seinem in dieser Zeitschrift1) erschienen Aufsatze über ״Die Bedeutung von עריות in Chagiga III, 1 und Megilla IY, 10“ hat Ad. Büchler den Yersuch. gemacht, für diese beiden Mischnastellen eine neue, von der herkömmlichen völlig abweicheude Erklärung zu geben. Danach soll zunächst das an beiden Stellen vorkommende Wort עריות nicht, wie bis jetzt allgemein angenommen wurde, das Capitel von den verbotenen Ehen (Lev. XVIII u. XX) bezeichnen, sondern vielmehr sich auf diejenigen Stellen der heiligen Schrift beziehen, in denen von Vergehen biblischer Personen gegen diese Eheverbote oder gegen die Sittlichkeit überhaupt be* richtet wird. Alle derartige Stellen sollten, weil sie den christlichen Gnostikern zu Angriffen gegen die Ahnen Israels sowie zu scheinbarer Rechtfertigung ähnlicher üebertretungen Anlass bieten konnten, in den Synagogen und Lehrhäusern 1) J&hrg. 38, S. 108—116, 145-151