Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 11
- Article
- R. Löb Zunz
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 502 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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502 B. ׳Lob Zunz. Krakau 1), und übereinstimmend aus der dem Wiener Exulanten Phöbus* ha-Cohen 1) ebenfalls bereits in Pinczew ausgestellten Approbation erfahren, der Sohn des damals bereits verstorbenen gelehrten E. Naftali. Er ist also der Bruder des Frankfurters Alexander, der jene ־Handschrift für ihn gekauft hat. Andererseits wissen wir aber auch, dass jener Jehuda Liwa, den man für einen von unserem verschiedenen Eabbiner von Ho Me sch au gehalten hat, sich ausdrücklich a!& aus Frankfurt am Main stammend bezeichnet. Fallen aber so Jehuda Liwa .und Mose Jizchak Jehuda Lob in Eins zusämmen, so spricht die Thatsache, dass dieser Letztere von Holleschau nach Pinczew gekommen, was deutlich nur von R. Löb Zunz überliefert wird, laut und überzeugend wiederum dafür, dass wir in Mose Jizchak Jehuda Loeb nur die volle Namensform unseres E. Löb Zunz zu erkennen haben, der uns in anderer Gestalt auch schon in Jehuda Liwa begegnet ist. E. Löb oder, wie wir ihn*jetzt mit seinem vollen Namen nennen können, E. Mose Jizchak Jehuda Loeb nach deutscher *Art auch Jehuda Liwa wie einst der hohe R. Löw genannt, war somit in Frankfurt am Main geboren, der Sohn des rabbinisch gelehrten 1626 verstorbenen Frankfurter Gemeinde- Vorstehers Naftali Hirz,. der Enkel des zu hohen **Ehren in dieser Gemeinde emporgestiegenen, 1586 aus dem Leben geschiedenen Jechiel Michel Zunz. Auch der Onkel E. Lobs, der 1632 aus der. Fülle seines Ansehens und seiner Gelehrsamkeit hinweggenommen wurde, trug den Namen Jehuda Liwa. Als Frankfurter ward R. Löb der Schüler E. Ahron Samuel Kaidenowers in der Talmudmeisterschaft* 2 3) und des aus Worms stammenden E. Jacob Temerls in der Kabbala4). Durch seine Verehelichung mit der Tochter, der Waise des früh in Wien verstorbenen E. Mose Teomim ward E. Löb Zunz der Schwager des nachmals in Worms als Eabbiner wirkenden und später als Prediger von Krakau 1691 ermordeten R. Ahron Teomim5), in dessen agadischem yלקט שמואל (־• Als Jahr der Approbation - nimmt Dembitzer in בית אוצר הספרות, ed. Gräber, IV, 222 das Jahr 1681 an. 2) Hiernach ist meine Annahme letzte Vertreibung p. 84 n. 1 hinfällig. Vgl. Dembitzer כלילת יופיי, II, 143a. 3) Vgl. Z. M. Znnz עיר הצדק, p. 122 f. 4) S. seine Approbation zur ם׳ צניעותא דיעקב. lieber Temerls vgl. Kaufmann, die letzte Vertreibung der Juden aus Wien und Dembitzer כלילת יופי H s. 117 ff. 5) S. Kaufmann, B. Jaar Chajjim Bacharaeh und seine Ahnen 8. 55 ff.