Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Noch einmal die erste halachische Controverse
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die im Midrasch ha-gadol enthaltenen Perikopen-Gredichte. 387 Ueberkaupt steht es fest, dass überall, wo die Zusammen״ Stellung הבכור והמעשר vorkommt, immer nur מעשר בהמה gemeint sein kann, z. B. Sebach. 7b. 56b. 89a. Menachoth 90b. (es ist dies beiläufig diejenige Mischna, die der von Herrn Dr. Schwarz citirten unmittelbar folgt, und die er doch gewiss ebenso versteht, wie seine Quelle) Bechoroth 14a. 31a. Temurah 21a (fünf Mal) u. v. a m. Das Ergebniss dieser Bemerkungen ist, dass unter מעשר nicht מעשר שני verstanden sein kann, und dass die von מעות מ״ש!) dargebrachten Opfer שלמים sind, also מתן ד׳ וסמיכה ונסכים ותנופת הזה ושוק haben müssen. Es beginnt somit der Grund, auf. welchem Dr. Schwarz seine Ausführungen mit allerdings anerkennenswerthem Scharfsinn aufbauen will, bedenklick in’s Schwanken zu geratken. (Fortsetzung folgt.) ב) Ueberflüssig ist es wohl zu bemerken, dass die Talmudstelle Chagiga 8 a ושאר בל ימות הפסח אדם יוצא י'׳ח במעשר בהמה so verstanden werden muss‘, dass dieses מעשר בהמה ohne סמיכה und נסכים dargebracht wird, dass das Pleisch von den בעלים gegessen wird und die Priester keinen Theil daran haben etc., und man die Pflicht von שלמי שמחה durch dieses Opfer erfüllt. Dieses Opfer hat den דין von Maasser Behemah und nicht von שלמים (vgl. Kaschi z. St.). Die im Midrasch ha-gadol enthaltenem Perikopen-Gedichte, Ein Beitrag, zur Poesie der Juden in Yemen. Yon Dr. Alexander Kohut in New-York. Es dürfte meines Erachtens nicht unwichtig sein zur Kenntniss zu nehmen, dass unsere südarabischen Glaub ensge־ nossen, ausser dem emsigen Studium der Maimunischen Schriften halachischen und religionsphilosophischen Inhalts und ausser ihrer hingebungsvollen Pflege der Haggada, zu deren Bereickerung sie nicht Unbeträchtliches beigetragen haben, sich auch in hymnologiscken, ja sogar poetisch-lyrischen Versuchen einen guten Namen erworben haben. Unsere Abhandlung über Mansür Al-dhamäri’s Siräg Al-Uküli) hat an der Hand ג) Notes on a hitherto unknown,, exegetical, theological and philosophieal commentaxy to the Pentateuch etc. etc. New York, 1892. 8 25*