Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen. 381 und Steinschneider 111 den Jüdischen Ueb er Setzungen des Mittelalters, «ach denen man iiut zu langen braucht, um über Levi b. Abraham aus Yillefranche überreiche Belehrung zu schöpfen, umsonst gearbeitetl Das Mahzör Telmesän, S. 78, kann uns nicht für das entschädigen, was 8. 79 leistet. ״Nach Delitzsch GJP. 9“, heisst es hier, ״muss man annehmen, dass der vielgestaltige Aller weltsmen sch Jishäk Satanow auch auf dieses Gebiet einen Ausflug gemacht hat. Aus den ganz ungenügenden Notizen bei Delitzsch lässt sich aber nicht erkennen, wo man die Ausführungen Satanows zu suchen hat, und unter den St. CB. zusammengestellten Werken des Mannes ist keines, in dem man sie suchen möchte, ln keinem Dalle hat dep geistreichelnde, nicht ungelehrte, aber oberflächliehe Vielschreiber etwas Neues von erheblicherem Interesse beigebracht.“ Ein quis tulerit Gracchos de seditione querentes möchte man solchem Gerede entgegenrufen. Wie oberflächlich muss hier Steinschneiders bodlejanischer Katalog, das Hausorakel unseres Metrikers, benutzt worden sein, wenu er aus p. 2502, vom bibliographischen Handbuch No. 1768 zu schweigen, nicht ersah, dass Satanows מלאכת השיר in seinem ס״החדון zu lesen ist! S. 79, 11. 1, wird ״der Vollständigkeit halber“ ein ,,perek von R. Jesa'jah“ über Metrik erwähnt mit der Bemerkung: ״Es scheint sonst nichts über eine solche Arbeit bekannt zu sein.“ Ist darum in der jüdischen Litteratur ein so vortreffliches bibliographisches Handbuch, wie Benjacobs thesaurus vorhanden, wo über E. Josua Benveniste's פרק כשיר, S. 331, No. 1279, Näheres zu lesen ist, damit die Unherathenhört weiter wuchere und im Einstern tappe? Ich breche ah, nicht weil ich am Ende der Berichtigungen angekommen hin, sondern weil es zwecklos ist, das hier bereits zum Ueberdruss Erwiesene noch weiter zu erhärten. Aber ich kann nicht umhin, auf den schreienden Gegensatz aufmerksam zu machen, in dem der Ton, in dem hier von Anderen geredet wird, zu dem Gehalte und Werthe dieses Büchleins steht. S. 75 wird einem Manne wie Jakob Roman ״ordinäre Aufschneiderei“ insinuirt und S. 62 u. 1 einem Verstorbenen, wie Carmoly, und einem angesehenen, vielverdienten Gelehrten, wie Neubauer, vollends aber dem gesammten. hebräischen Lesepublicum gegenüber eine Sprache geführt wie die folgende: ״Beiden kam es offenbar nur darauf an, etwas auf den Markt zu bringen; unter ihrem Publicum gab es und gieht es ja nur Wenige, die Kritik zu üben im Stande sind oder sich die Mühe nehmen, nachzuprüfen“. Herr Hartmann nennt diesen bei so erbärmlicher eigener Leistung doppelt unverantwortlichen Ton: ״eine natürliche Lebhaftigkeit“. David Kaufmann. Fuchs, S., Studien über Abu Zakaria Jachja (R. Jehuda) Ibn Balvam. Erster Theil. Berlin 1893. 32 u. NLII SS., 8. Ibn Bafäm ist fast der einzige Sprachgelehrte Spaniens aus der Zeit zwischen Abulwalid und Ibn Esra, dessen Schriften sich zum grössten Theil erhalten haben. Im Jahre 1843 machte zuerst Derenbourg auf eine Pariser Handschrift aufmerksam, welche drei lexicalische Monographien I. B.5s in hebiv Übersetzung enthält (Geiger’s wiss. Ztschr. V. 408), einige Jahre darauf entdeckte Steinschneider in der Bodlejana Fragmente aus dem Pentateuchcommentare (Hechaluz II, 60),