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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 8 · p. Seite 380

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1894-01-01
Page
Seite 380 (sequence 2)
Language
German
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380 Besprechungen, Litteratur Jemand sich wissenschaftlich zum Worte meldet, der sich so ärgerliche Blossen gieht, wie die, welche ich hier aufzuzählen genöthigt bin: Einem rabbinischen Gutachten des Immanuel Erances schliessen sich mehrere Rabbiner Italiens an. ,,Kein Beweis für die Güte“, heisst es nun S. 2, n. 3, ״da bekanntlich mit den Haskämhäs (!!!) bei den Hebräern ein ebenso grosser Missbrauch getrieben wurde, wie mit den takriz bei den Arabern«. Wer an den ״Hebräern“ sich reiben will — sollte aber vorher den Unterschied zwischen einer Buchapprobation und einem Responsum sich klar machen lassen und nicht auf die Gleichnamigkeit der Haskama ״hereinfallen“. SeeTtöt. utesuböth ist trotz der grillenhaft gelehrten Rechtschreibung ein lächerlicher Eehler (S. la.). Erances mahnt seinen Freund, die hebräische Poesie zu pflegen, nicht Yergil oder Marini, also Lateinern und Italienern nachzugehen. Hier soll nach S. 4, n. 2, vielleicht Sabbatai Marini gemeint sein. Der Uebersetzer der Metamorphosen, an den hier, da er hebräisch dichtete, denken zu wollen von selber sich verbietet, ist aber am 17. Mai 1748 gestorben und Erances unmöglich bekannt gewesen. Statt über Mose Alasehkar ein Wort zu sagen oder zu schweigen, wird S. 14 M. Assakkär hingemalt und durch ein Fragezeichen gebrandmarkt, und von Isak Loria heisst es vollends: J. Askenäsi (״Aus dieser Art der Benennung lässt sich nicht schliessen, wen der Verfasser gemeint hat“). S. 17, n. 2, wird behauptet, es sei für שמע קולי nie von irgend Jemandem ein anderer Verfasser angenommen worden als R. Ha ja; s. dagegen z. B. Zunz LG. 187. S. 19, n 2, ist Elia Levita ein ״Versemacher“ mit ״Reimereien für Schulkinder“. Gleich darauf sind dem kühnen Richter von Gedichten aus lauter Jäted nur zwei ״Spielereien“ bekannt. Vgl. die Perle Abraham Ibn Esra’s bei Rosin Reime II 46f. S. 26, n. 2, ist Moscato ein ״Mückenseiger.“ Was würde er zu der Belehrung S. 32, n. 2, gesagt haben, של werde statt לש als Blattzahl gesetzt, ״das man vielleicht wegen des ominösen Lot vermeiden wollte“. Ominös! Warum wird לוש auch, weil er einmal מלא war, immer plene geschrieben! S. 87 soll Erances sagen, ״das sei die erste Furchenlegung.“ Ich habe sofort Unheil gefürchtet, aber הארכנו למסניח habe ich doch nicht als Stein des Anstosses vermuthet. S. 62, n. 1, steht zu lesen: ״;תם ונשלם מלאכת' השיך בבל״ך ואע״׳יdanach könnte man als Abfassungszeit 5189 1429 annehmen.« Statt sich die harm־ lose Abbreviatur erklären zu lassen, ist hier eine Datirung herausgequält worden, die dem Autor Gedankenlosigkeit in sinnlosen Buchstaben und ein schauderhaftes .Hebräisch zumuthet. Zu der Stelle, wonach Isak Pulgar, als Abner ihm sein מנחת קנאות schickte, mit Versen antwortete, erfahren wir S. 65, n. 4: St. CB. kennt keinen Jishfik Palaquera; es wird an Semtob P. zu denken sein“ und n. 5: ״In dem Abner, wie beide edd. haben, wird wohl Abbäman b. Möseh haijarhi stecken; denn den Titel minhat kenä’ot führt wohl nur das von Bislichis, Pressburg, 1838 heransgegebene (s. St. CB. 661) Werkchen dieses Mannes, und eine Epistola des Schemtob Palaquera ist dieser Ausgabe beigegeben (s. St. a. a. 0.). Von einem Abfalle des Abbämärl weiss St. nichts.« Ein Blick in Benjacob’s Thesaurus s. v. מנחת קנאות hätte diesen Jammer uns ersparen können, wenn unser neuester Bearbeiter der hebräischen Litteratur schon von Alfonso von Valladolid und Isak Pulgar Nichts wusste, über die zuletzt Isidore Loeb in REJ. 18, 52ff und 68, n. 2 gebandelt hat. S. 67 steht gedruckt: ״das hätte hannefes des R. Levvi, Verfassers des liwjat hen, des hammöreh el sirim. sekulim, übersetzt von Mattatjäli b. Harttün und n. 2: ״Die ersten beiden Werkchen scheinen sonst nicht bekannt zu sein.« So haben denn Neubauer-Renan in den Eabbins frangais

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