Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Einiges zur Kalenderkunde
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 4)
- Language
- German
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\W4 270 Einiges zur Kalenderkunde. Z. B. I. Mol ad Tischri 5622 1862. (1862 -f 1) : 19 Rest 1; Molad Tischri 1. Tischri (14- 4). September 5. September 1861. II. Molad Tischri 1. Tischri 5660 1900. (1900 4- 1) : 19 Rest 1; 1. Tischri (1 4- 4). Sept. 5. Sept. 1899. Da nun wegen der D’ehijah ״Adu“ der erste Tischri aut keinen der Tage Sonntag, Mittwoch und Freitag fallen darf, so muss zur weiteren Controle auch der Wochentag des auf die oben gezeigte Art berechneten Datums ermittelt werden. Dies geschieht auf folgende Weise: Um den Wochentag, auf den der 1. Januar eines beliebigen christlichen Jahres fällt, zu bestimmen, merke man: der 1. Januar des Jahres 1 ist Sonnabend (7 oder 0 in der Rechnung), der Wochentag ruckt in jedem Gemeinjahre um 1 Tag, in jedem Schaltjahre um 2 Tage weiter. Für den gregorianischen Kalender ist noch zu beachten, dass bei der Einführung des verbesserten Kalenders (October 1582) 10 Tage weggelassen wurden und in den vollen Jahrhunderten mit Ausnahme derer, bei denen die Anzahl der Hunderte durch 4 theilbar ist, die Schalttage ausfallen. Um beispielsweise den Wochentag für den 1. Januar 1893 zu finden, gestaltet sich die Rechnung folgendermassen: Seit dem Jahre 1 ist der 1. Januar in dem Cyclus der Wochentage 1892 Tage vorgerückt, wobei die vollen W'ochen abgeworfen werden, also um den Rest der sich bei der Division 1892 —ף — ergiebt. Dazu kommen die Schalttage, deren Anzahl 1892 ——==473 beträgt; auch hier werden die vollen Wochen nr. abgeworfen. Zu subtrahiren sind die weggelassenen 10 Tage sowie die in den Jahren 1700 und 1800 weggelassenen Schalttage. Also 1892 4- 473— 10 — 2. Reste bei der Division durch 7 sind: 2 4-4 — 3 — 2 1 j==z Sonntag nach gregor. Kalender und 1892 4- 473 Reste durch /rI 6 4 -4 #2־= Freitag nach julianischem Kalender. Man kann die Rechnung noch einfacher gestalten, wenn man die ganze algebraische Summe (1892 4- 473 — 10 — 2) und Deeember 92 Tage, so dass die Summe der Tage im September vom Eintritt des Molad bis zum Ende des Monats und der Tage im Januar bis zum Eintritt deß Molad (118 — 92) — 26 betragt. Bezeichnet man die Zahl der Tage im Januar mit S, so gilt nie oben die Gleichung (30 — S) •+־ J 26 ,; ־«voraus S J •f 4 folgt.