Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Ein Brief Elijah Levita's an Sebastian Münster
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 16)
- Language
- German
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Einiges zur Kalenderkunde. 267 dass wenn (diese Bücher) erst gedruckt sind, sie zu Hunderten und Tausenden verkauft werden dürften. Möchtest Du 1), 0 Herr, es mich doch wissen lassen, ob der Drucker in Deiner Stadt*2) vielleicht geneigt, ist, sie zu drucken. Doch Alles das habe ich Dir schon einmal geschrieben. — Neuheiten in Büchern sind jetzt hier nicht zu haben8). Somit leb’ wohl, wie Du es wünschst und wie es der Wunsch ist Deines Freundes, des Mannes nach Deinem Herzen. Elijah Levi, Grammatiker aus Deutschland. In aller Eile habe ich Dir das mitgetheilt4). Venedig, den 16. Adar8) 291 6). 9 Wörtlich: Möchte der Herr mich doch wissen lassen. 2) Gemeint ist Heinrich Peter in Basel, bei dem die meisten Werke Münsters gedruckt sind. 3) Levita hat wohl auch Münster über neue Bücher öfter berichtet. ־A) Anspielung auf Psalm 116. 11. 5) Adar i&t zu lesen und nicht, wie Perles a. a. 0. liest, Jjar. Das Dalefch ist allerdings etwas klein, aber doch deutlich zu arkennen: überdies dürfte wohl Levita א־־יר mit zwei Jod geschrieben haben. G) Das ist 5291 nach Erschaffung der Welt oder 1531 unserer Zeitrechnung. Einiges zur Kalenderkunde. Von Heinrich Hedisch. Einem recht• fühlbaren Mangel auf dem Gebiete der jüdischen Kalenderkunde abzuhelfen, sind die vom seligen Dr. Zuckermann bearbeiteten and im Jahresbericht des jüdischtheologischen Seminars in Breslau 1093 von Dr. Brann veröffentlichten ,,Tabellen zur Vergleichung jüdischer und Christlicher Zeitangaben“ bestimmt. .Diese Tabellen, welche sich durch die Leichtigkeit ihrer Handhabung sowie ihre Zuverlässigkeit und Uebersichtlichkeit vor den in dasselbe Gebiet einschlagenden Arbeiten von Kor nick, Jahn, Loeb 11. a. auszeichnen, setzen den Benutzer in den Stand, über alle chronologischen Momente in dem ganzen Zeitraum, seit welchem es einen festen jüdischen Kalender giebt, Rath und Auskunft sich zu holen. Herr Seminarlehrer Dr. Simon in Berlin hat nun in dem Magazin für die Wissenschaft des Judenthums, Jahrg. 1891, ei ne neue Methode zur Berechnung der wichtigsten Zeitangaben