Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 1)
- Language
- German
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241 Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen, Von Louis Hausdorff in Leipzig. -- (Fortsetzung). 11 r. ־Nachdem erkannt ist, dass die in Abschnitt I citirte Misehna die Ansicht des RSbG interpretirt, amfasst dessen Sentenz nimm ehr folgende Sätze: רעזב״ג אומר לא ניתנו לקרות בחן שאף בספרים לא התירו שיכתבו אלא יונית ומפני מה אין קורין בהן מפני בפול בית המדרש ומוד רשב״ג שמצילין אותן מפגי הדליקה ושטעונים גרוה• ..RSbG• lehrt: auch die Bücher der Heil. Schrift waren nur griechisch aufzuschreiben erlaubt, in anderssprachigen üebersetzungen darf nicht gelesen ־werden wegen Störung der öffentlichen Belehrung114. Damit ist für das Verfahren des RSbG־ der wahre Beweggrund gegeben, die Beseitigung der schriftlichen Targumim ist wegen בפול בית המדרש erfolgt, und es wird nunmehr zu untersuchen sein, wodurch denn die Verwendung derselben die öffentliche Beiehrung gefährden konnte. Es ist klar, dass nur durch, einen sehr ankenlosen Vortrag־, der die verfügbare Zeit voll in Anspruch nahm (Abschnitt I), diese Gefährdung ein treten konnte. Für die Belehrung der Hausväter in den Ritualgesetzen stand nämlich nur der Sab bat-Vormittag zur Verfügung (Easchi Sabbat 11.5a), diese Belehrung durfte durch Erbauungs-Vorträge in keiner Weise eingeschränkt werden. Hatten die schriftlich abgefassten Targumim die erwähnte Unterweisung gefährdet, so müssen sie unbedingt eine dominirende Stellung im Sabbat-Cultus eingenommen haben. Der Vortrag aus den! schriftlichen Targum kann demnach auch nicht in der getreuen Wiedergabe des Textes bestanden haben, wie bei der später üblichen Vortragsweise aus dem Kopfe. Denn hätte auch diese Weise der Ueberfcragung zuviel Monatsschrift. 38. Jahrgang. 10