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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 5 · p. Seite 219

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 5
Article
Über ein Midrasch-Fragment in der Stadt-Bibliothek zu Trier
Date
1894-01-01
Page
Seite 219 (sequence 6)
Language
German
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Zur Geschichte der Juden in Kolin (Böhmen). 219 viel genauer mit unserem Fragmente als mit T. A überein. Endlich dürfte für die Identität unseres Midrasch mit dem Jelamdenu auch der Umstand sprechen, dass ersterer, wie aus der mehrerwähnten Randbemerkung t) unseres Fragments hervorgeht, in Piska’s eingetheilt war. Dass dies auch beim Jelamdenu der Fall gewesen, beweisen die wiederholten Anführungen aus demselben nach Piska’s bei Arucli, wie schon die von Buber, im Cap. 17 seiner Einleitung zum Tanchuma gegebene Uebersicht zeigt. Ist unsere Vermuthung, zu der uns nach dem Bisherigen alle Veranlassung vorzuliegen scheint, zutreffend, dann sind unsere Fragmente, trotz ihres geringen Umfanges, geeignet, uns ein annäherndes Bild zu liefern nicht nur von der Gestalt des Jelamdenu selbst, sondern auch von seinem Verhältniss zu den beiden Tanchuma, gleichzeitig aber auch die häufige Verwechselung des Jelamdenu mit dem Tanchuma hinreichend zu erklären. In allen Fällen aber sind sie sichere Zeugen für die Existenz eines, den beiden Tanchuma, insbesondere dem Buber’sehen, sehr nahe verwandten dritten Mi drasch Werkes. 1j Siehe vorige Anm.; vgl. auch S. 168. Zur Geschichte der Juden in Kolin (Böhmen) im 14. Jahrhundert. Yon Moriz Popper. Die Geschichte der Juden in Böhmen während des Mittelalters ist quellenmässig wenig, fast gar nicht erforscht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mit dem unter den przemys- Mischen Königen aufblühenden Städtewesen gleichzeitig eine Ausbreitung der Juden in den Städten sich vollzogen hat. Im Folgenden sind Nachrichten über eine der ältesten Judengemeinden in Böhmen, Kolin, wie sie sich in zwei Stadtbüchern vom Schlüsse des 14. Jahrhunderts finden, wiedergegeben1). Sind diese Nachrichten auch alle privatrechtlicher Natur, so entbehren sie doch des Interesses nicht. 1) Der Güte des Herrn Prof. Dr. Celakovsky verdanke ich den Hinweis auf diese handschriftliche Quelle, wofür ich demselben herzlich

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