Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Samareitikon und Septuaginta
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 19)
- Language
- German
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Samareitikon und Septuaginta. 67 17, 14, um im Gegensatz zur jüdischen, die sam. Praxis zu bekräftigen, welche die Beschneidung unter allen Umständen am achten Tage fordert, wo die LXX. ebenfalls xf! Yjpipa vq 01)'06ך haben. Hierher gehören noch die Correcturen, welche zur Verherrlichung Ephraims, des angeblichen Stammvaters der Samaritaner, ferner der bei ihnen noch heute fungirenden Priester und Leviten, sowie Moses und des von ihnen hochgehaltenen Josua gemacht worden sind, von welchen blos der Zusatz des ST. zu Gen. 43, 28 hervorgehoben werden soll, welcher Joseph die pietätsvollen Worte in den Mund .legt: ויאמר ברוך האיש ההוא(!) לאלהים und sich in der LXX. (in der Hexapla allerdings mit dem Asteriseus) wiederfindet: 7.7,1 sItcsv soXcr(YjxÖ£ (s0Xrrpr]p,£V0s) 6 av11po>Tc0£ exefves Tcp Ziun Schlüsse sei nur noch auf den Zusatz der LXX. zu Gen. 35, 4 hingewiesen: zal arccoXsasv abxa ttjq ayjjxep&v fjpipac, dem weder im MT. noch im ST. etwas entspricht, und der nachweisbar blos zu dem Zwecke gemacht wurde, um den Vorwurf der Juden zu entkräften, die Samaritaner beten in Sichern die Götzen an, die Jakob dort vergraben hatte. Einen solchen Zusatz konnten nur Samaritaner erfinden; er ist offenbar aus dem Scqr. in die LXX. gedrungen1). Aus den hier niedergelegten Untersuchungen ergiebt sich: 1. Das Samareitikon war eine vollständige Uebersetzung des samarit. Bibeltextes, die aber nicht direct aus diesem geflossen ist, sondern nach dem Sam. Targinn angefertigt wurde. 2. Ausser den ausdrücklich als ״Sagapsixixöv4‘ bezeichneten Stellen liegen noch zahreiche andere vor, die ebenfalls ihm angehören, und, ohne mehr als solche bezeichnet, oder erkannt worden zu sein, in einzelnen Codd. der Septuaginta Aufnahme gefunden haben. 3. Noch andere, und z war verhältnissmässig vieleUeberSetzungen des Samareitikon haben in allen uns vorliegenden Codd., bezw. Ausgaben der Septuaginta die ursprünglichen U ebersetzungen derselben gänzlich verdrängt. 4. Die Uebereinstimmung zwischen der Septuaginta und dem samarit. Bibeltexte ist in den meisten Fällen auf Interpolationen aus dem Samareitikon zurückzuführen. Mögen die hier aufgestellten Sätze eine eingehende und vorurtheilslose Prüfung finden! 1) Die eingehende Besprechung dieser interessanten Stelle s. a. a. 0. 5. 57—9. 5'