Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über das Datum im Evangelium Matthai, 26, 17
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 537 (sequence 1)
- Language
- German
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537 lieber das Datum im Evangelium Matthäi,;XXVI, 17: Tfj 7rpcbr(| xmv aCn|Junw!i). Von D. Chwolson. In meiner, am Ende des vorigen Jahres erschienenen Abhandlung, betitelt: ״Das letzte Passamahi Christi und der Tag seines Todes nach den in ITeberein Stimmung gebrachten Berichten der Synoptiker und des Evangelium Johannis“ suchte ich p. 3 ff. nachzuweisen, dass jenes Datum, abgesehen von dem grossen Widerspruch mit den Angaben im Ev. Job., an und für sich unmöglich sei; denn Tcptbxr; xu>v aCuprnv ist die griechische■ Uebersetzung vom hebräischen ראשון לחג המצות, oder dem aramäischen ומא קדמאה דפפדריא% und darunter haben die Juden aller Zeiten und aller Länder seit fast 3000 Jahren nur den 15״ aber niemals den 14. verstanden. Abgesehen von dem am Abend dieses Tages dargebrachten Passaopfer, unterscheidet sich der 14. durch Nichts von den Büsttagen der andern Feiertage und wurde, mutatis mutandis, ebenso ־wie diese benannt: ערובתא דפסחא, od. ערב פסח, ebenso wie die Büsttage der anderen Feste durch צדובחא od. ערב mit Beifügung des Namens des betreffenden Festes benannt wurden und noch jetzt so benannt werden, z. B. ערובתא דצומא רבא, oder ערב ירם הכפורים für den Büsttag des Versöhnungsfestes, ערב ראש השנה, u. s. w. An einer Stelle (Pseudojonath. zu 2 Mos. 12, 15) wird der 14. als ״ ,יומא דמקמי הגאder Tag־ vor dem Feste“ bezeichnet. Ueberall und zu allen Zeiten wurde der 15״ und nur dieser, der erste Tag des Festes der *) Eia mir befreundeter christlicher Gelehrter, der diese Abhandlung im Mscrpt. gelesen und die Verhältnisse der Redactionen der christlichen theologischen Zeitschriften zu einander kennt, versicherte mich, dass die vorliegende Abhandlung, aus Rücksicht auf Schürer, keine Aufnahme in irgend eine jener Zeitschriften finden werde. Ich nahm daher das freund־ liehe Anerbieten der Redaction dieser Zeitschrift, diese Abhandlung zti veröffentlichen, mit Dank an. Ich hoffe auch, dass christliche Theologen dieselbe nicht unbeachtet lassen werden, da sie doch allmählich zur lieber zeugung gelangt sind, dass die wissenschaftlich-theologischen Arbeiten der jüdischen Gelehrten auch für sie viel Beachtenswerthes enthalten. Monatsschrift. :►7. Jahrgang. 35