Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Über einige dunkle Punkte in der Geschichte der Juden
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 398 (sequence 4)
- Language
- German
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398 Zur Biographie Elija Levita’s. gefahndet. So verstehen wir die Stelle der Tosefta, wo es heisst: E. Jose sagte: Es geschah hei den vier Weitesten, welche sich in der Behausung des E. Eleasar ben Asariah heimlich zusammen fanden, nämlich E. Hnzpit, dem Dolmetscher, E. Jeschebab (dem Sofer), meinem Vater E. Chalafta und E. Jochanan ben Nuri u. s. w. 1). Von diesen vier Aeltesten wurden die beiden Ersten von den Eömern ertappt und hingerichtet, und E. Eleasar ben Asariah hätte wohl das nämliche Schicksal erlitten, wenn sein Aufenthalt in Sepphoris verratheil worden wäre. Dieser Zufluchtsort war wahrscheinlich darum gewählt worden, weil die dortige Gemeinde durch die starke römische Garnison in Zaum gehalten und ihr jede Theilralmie am Aufstancle unmöglich war. Zur Biographie Elija Levitas, Von W. Bacher. Conrad Pellikan, der Lehrer Sebastian Münsters, der gleichzeitig mit Job. Eeuchlin das Studium der■ hebräischen Sprache unter den Christen mit grossem Eifer und bedeutendem Erfolge anbahnte, erzählt in seiner, jüngst in deutscher lieber- Setzung herausgegebenon Selbstbiographie״) bei Gelegenheit einer in Süddeutschland in Begleitung des Provinzials seines Ordens (der Minoriten) unternommenVisitationsrei.se, Folgendes (S. 50): ״Von Nürnberg reisten wir in aller Geinüthlichkeit nach Bamberg, wo ich einen Mann Namens 'Kaiser traf, der Hebräisch trieb und eine vorzügliche, ziemlich umfangreiche Grammatik 3)Kelim, XXII, 19. In der Zuckern!amlel’schon Ausgabe stellt fälschlicli R. Josua statt E. .10so, und das Wort Abba fehlt mich Chalafta. Die richtige Lesart stellt in der Wiener Ausgabe und im Commentare des R. Simson aus Sens, welcher eine vortreffliche Handschrift besass, die sich vielleicht noch in Jerusalem auflinden Hesse. lieber die Bedeutung des Wortes חרש vgl. meinen Essai, S. 421. G Die Dauschronik Konrad Pellikans von Rnfa.011. Ein Lebensbild aus der Roformationszeit. Deutsch von Theodor Vulpinus, Strassbürg 1892. — Das lateinische Original gab B. Riggenbach heraus: Das Chronikon von Konr. Pellikan, Basel 1877. Auszüge aus der in der Stadtbibliothek zu Zürich befindlichen Handschrift theilte in deutscher Uebersetzung M. Kayserling mit, im Jahrgänge 1860 des ,,Jüdischen Volksblattes“, S. 15 ff. (,,Peliikan’s Studium des Hebräischen.“).