Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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378 Der »Stammbaum des K. Eleasar Fleckeies. auch die Handschriften nach Friedmann z. St., im Jalkut: אנסדקסר)? Das Wort an dieser Stelle ist in keinem der vor״ handenen Wörterbücher angeführt, es kann hier unmöglich mit דאנטיקיסר der in Ber. E.? c. 53 und 85, und Tanchuma, ed. Buber, Abschn. 19 § ,ויצא vorkommt und Statthalter des Kaisers a'/axalaap bedeuten soll, identisch sein, da es nicht die Aufgabe des Statthalters des Kaisers ist, den Truppen als Quartier״ meisten voranzuziehen. Es ist vielmehr אנטי קנם 1 ד zu lesen antecessor, Fourier der Armee, ״Antecessores“ sind diejenigen, welche der Feldherr einen! Heereszuge voranschickte, um Kundschaft von allem Nöthigen zu bringen ־־— neben den speculatores. Caesar, b. Afr., 12; Suetou., Vitell 17, Ltibker, Eeall. s. v. antecessores. Das Wort wird von den Byzantinern in der Form avTtxevao>p gebraucht. Nach zahl״ reichen Anführungen aus den griechischen Kriegsschriftstellern bei Ducange, gl. gr. s. v. av׳a%eva<*>ps£, werden also genannt qui exercitus antecedunt et loca idonea ad constituenda castra investigant, also genau dasselbe, was im Sifre von אנטיקוסר ausgesagt wird. Der Stammbaum des R. Eleasar Fleckeles, eine Ahnenprobe Moritz Hartmanns. Von Prof. Dr. David Kaufmann. Wenn es an sich schon einen hohen Eeiz gewährt, auf den Schultern gleichsam Einer Familie durch die Abfolge von Geschlechtern in alte Zeiten hinaufzusteigen, auf den Aesten eines zuverlässigen Stammbaums zu grauen Jahrhunderten emporzuklimmen, so kommt auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte zu dem Eeize auch noch die Seltenheit und der Werth solchen Genusses hinzu. Je weniger es in der, man möchte sagen, unpersönlichsten aller Litterataren, der jüdischen, dem Forschenden vergönnt ist, zu allem Menschlichen der Persönlichkeit vorzudringen, desto aufschlussreicher sind diese seltenen Zeugnisse über die Abstammung hervorragender Männer aus unserer Mitte, da sie nicht nur für diese selbst, für die Gelehrtengeschichte, sondern allgemeiner und oft typisch für die Cultur- und Zeitengeschichte zu nützen sind. Dem