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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 6 · p. Seite 284

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1893-01-01
Page
Seite 284 (sequence 3)
Language
German
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284 Besprechungen. 1. טרימוסיאה, Ber. r. 88, hält Fürst für eine Corruptel aus טירוניא (Bekruten stener). In der That liest Aruch s. v. פזרן, wie in Ber. r. 42 u. 70, so auch liier טירוניא. Auch Jalkut I, 147 (ed. Warschau) und die מ״ח genannte Handschrift des verkürzten Ber. r. haben dieselbe Lesart. Vergleicht man aber die beiden Wörter mit einander, so begreift man nicht, wie die Abschreiber dazu kommen, ein so bekanntes und häufiges Wort wie טירוביא in ,טרימוסיאד zu verwandeln. Auch das von Sachs (Beiträge I, 168) vorgeschlagene טריבוטאות hat mit dem überlieferten keine Aehnlichkeit. Ich halte es für ׳ca öyjuogcoc (die Staatssteuern). Dass ד und ר vertauscht werden, ja in vielen Hschr. kaum von einander zu unterscheiden sind, bedarf keines Beweises. Man denke nur an Wörter wie קטדיקי ,ציבחד , קרפד, die häufiger mit ר als mit ד verkommen. 2. In Ber. r. 89 bietet uns Aruch für כירי עבד קירי אדון, welche Worte aus dem sog. Baschikommentar geflossen zu sein scheinen, die richtigere Lesung כירי בירי מרובה בעולם• Diese Worte übersetzt Fürst: ,,die Freude, Freude 0/ocpa /apa) ist gross in der Welt. Aber an unserer Stelle ist nicht von Freude, sondern von Brüderlichkeit und freundlicher Begrüssung die Bede. Wenn die Jahre fruchtbar, reich gesegnet sind, sagt der Midrasch, so gedeiht auch der Friede und die Freundschaft unter den Menschen, dann gehen die Leute nicht verstimmt, fremd und stumm au einander vorüber, dann gibt es viel ״sei gegrüsst, Herr“ auf Erden. Und so heisst es auch inPs. 72: die Berge bringen Friedensgrüsse; wenn sie nämlich in vielverheissender ßlüthe stehen, so bewirken sie ein freundliches Sich-grüssen und -beglückwünschen; alle rufen einander zu: yaips ׳xbpis, sei gegrüsst, Herr! Es ist nach Hand- Schriften und dem Baschikommentar כירי קירי מרובה בעולם zu lesen. Im Tanchuma (Mickez No. 9) findet sich auch dieser Gruss. Dort wird erzählt, dass Babbi einst den Kaiser Antoninus, um ihn zu lehren, dass man Gott nicht durch fortwährendes Beten lästig fallen solle, nach einander in 3 Sprachen begrüsst habe: vipie yatpe. ave imperator und שלים עליך המלך. 3. Ber. r. 51 ׳werden die Worte במו שבלול (wie die Schnecke) folgendermassen wiedergegeben: כהדין כיליי םיליי לימצא. Ebenso lesen wir im Jalkut z. St. (Ps. 58, 9), nur dass hier לימצון statt לימצא stebt. Dagegen bietet uns Jalkut I, 84 nur בהדא סליי בליי und der sog. Baschikommentar nur כהדין כליי• Diese Worte sind mannigfaltig gedeutet worden. Fürst hält כיליי (mit Kohut u.A.) für v.0'/ki$ (Schnecke), פיליי (mit Levy) für a%t'XXa (Krebs). לימצא erklären alle Lexikographen für Xet|1a£ (— lat. limax). Um mit dem letzteren Worte zu beginnen, so sollten wir in ihm, wenn es wirklich aus dem Griechischen stammt, statt des צ ein ק erwarten. Aber auch aus dem Lateinischen (limax) kann es nicht hergeleitet werden, da c ebenso wenig durch צ wiedergegeben wurde. Aus cenaus bildete mau קנם, aus circus קרקס, aus dux דוכס u. s. w. Da Jalkut I, 84 und der sog. Baschikommentar das Wort gar nicht haben, so gehen wir wohl nicht fehl, wenn wir es für einen späteren Zusatz erklären. Es mag ursprünglich eine Bandglosse gewesen sein, die irgend Jemand, der einer romanischen Sprache mächtig war, in sein Handexemplar des Ber. r. eingetragen hatte. Denn לימצא und לומצון stimmen buchstäblich mit franz. limace und limapon, itah lumaecia überein. Die beiden andern W Örter כילי und פילי können schon deshalb nicht mit v.oyklz und cmXXa identisch sein, weil sie, wie sich aus Jerusch Schekalim 50a ergibt, nicht corrumpiert sind (aus כובלי und סקילי)

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