Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 6)
- Language
- German
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Das Sehiur Komah. 179 Babylon gab es keine Gärten. Nebukadnezar entwurzelte dieselben bei seinem Eroberungszuge in Palästina und verpflanzte sie nach Babylon. Bei seinem Tode jubelten die Bäume. Darum heisst es bei Jesaias 14, 8: Auch Oypressen freuen sich dein, die Zedern Libanons. Seitdem du liegst, zieht Niemand gegen uns, der uns fällt. (Fortsetzung folgt.) Das Schiur Komah. Ton Dr. M. Gaster in London. Das Eapitel über jüdische Mystik, wie sie sich in den Hechaloth und andern ähnlichen Schriftwerken dar stellt, wird wohl umgeschrieben werden müssen. Neuero Untersuchungen, und besonders im Zusammenhänge mit der apokalyptischen und pseudo-epigraphischen Literatur angestellte, haben mich allmählich zu der TJeberzeugung gebracht, dass manches eseliatolgische Schriftwerk, das bisher als ein Erzeugniss jüngern Ursprunges betrachtet wurde, viel weiter in’s Alterthum hinaufgeschoben werden müsse. Der Vergleich der jüdischen mit der nicht jüdischen Litteratur der ersten Jahrhunderte gew öhn״ lieber Zeitrechnung zeigt ferner, dass ein äusserst enger Zu״ saromenb.ang zwischen ihnen existiert. Die eine Literatur hat unzweifelhaft auf die andere eingewirkt, und es wird zum Gegenstand eingehender Untersuchungen, die bis in’s kleinste Detail durchzuführen sein werden, gemacht werden müssen, die Priorität der einen vor der anderen festzustcllen. Es ist hier nicht der Ort, darauf genauer einzugehen; ich gedenke aber in anderen Studien, die sich über die oben erwähnte apokryphe Litteratur erstrecken sollen, ausführlicher darauf zurückzukommen. Eines muss jedenfalls bemerkt werden, dass das argumentum ex silentio, durchaus kein beweiskräftiges ist. Es heweist höchstens, dass uns für den Augenblick nicht genügende zeitgenössische Dokumente vorliegen, um daraus über das. Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines gewissen Werkes za entscheiden. Das Schweigen kann nicht ohne Weiteres als ein vollgültiger negativer Beweis betrachtet werden, auf Grund dessen das Alter eines Buches oder einer Schrift bestimmt werden könnte. Das ist eben der schwache Punkt in Zunzens meisterhaften ״Gottesdienstlichen Vorträgen“, besonders im