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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 4 · p. Seite 173

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 4
Article
Der Midrasch Bereschit rabba
Date
1893-01-01
Page
Seite 173 (sequence 5)
Language
German
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Der Midrasch Bereschit rahba. 173 Br. M. soll sie aus dem XIII. Jahrh. stammen, doch ist sie sicherlich älter als die Pariser IIS. vom J. 1291 und zeichnet sich in unvergleichlich höherem Maasse als diese1) durch die grosse Genauigkeit des Textes, sowie durch die Yorzügliehkeit ihrer LA A. aus. Was die HS. noch bedeutsamer macht, ihr einen besondern Charakter verleiht und gewiss auch die wichtigsten Momente zur Beurtheilung ihres Alters wie der treuen Wieder־־ gäbe ihrer Quelle darbietet, — ist, dass in ihr der Midrasch, der ja auerkanntermassen eine palästinensische Agada und dem jer. Talmud so nah verwandt ist, auch in formaler Beziehung, durch Diction und Orthographie das Gepräge des j. T. erhält, viel mehr als die Ausgaben und andere HSS. es erkennen lassen. Bei den Aussprüchen eines Autors im Hamen eines andern (פלוני בשם פלוני) fehlt regelmässig das Yerb um 2אמר), wie es der herrschende Sprachgebrauch im ganzen Jerusch, ist3). Häufiger als in den Ausgaben fehlt das verbindende!4) und Citate werden öfters ohne שנאמר ,דכתיב angeführt5). -i--— (Sclüuss folgt.) אלף שנים רוצה להיות יעקב יושב אהלים בגלות בין ד,אומרת; cap. 68 zu Gen. 28,11 ד׳א ויפגע במקום דלן ש׳ם׳ הי׳ בא, ש׳ם׳ כ׳י׳ שלשים ותשע מאות שנה בא שמש יעקב ווה סימן לגלות• Auch die erste und dritte!Stelle sind chüiastisch, da vielleicht zu 930 noch 70 Jahre vom שנת חורבן למנין הנוצרים (nach einer Vermuthung des Herrn D1\ Brann) zuzuzählen sind, vgl. Zunz, Erlösungsjahre, Ges. .Sehr. Ili S. 225 ״So hat man — — gleich den christlichen Chiliasten, auf Bibelstellen sich stützend etc.“, das. S. 226 über das Jahr 770 als ״sieben Hundert Jahre nach Edom’s Herrschaft“, das J. 964 bei Saadia, das J. 1010 bei Jefet Halevi ,,als das vierhunderste Jahr der Hedschra“. Auf diese Stellen hat mich Herr Isidor Loeb s. A. aufmerksam gemacht.!) Yon welcher im Katalog die grande exactitude des Textes gerühmt wird, die aber viele Kürzungen, Einschaltungen (in cap. 11 ein langes Stück aus Birke de E. Elieser), erklärende Glossen im Texte (z. B. cap. 1. שורות אבנים רימוסות, cap. 2. שיהא כיוון אוצר המלך מטמיון, c. 5 Ende כהדא כלומר ד״ך קושיא אינה קושיא 7 .0 ,גבוהים פי׳ אילנות גבוהים פרם כהכא) enthält; sie bietet aber auch ,siele gute LAA, durch welche der Text von A oft belegt und bisweilen berichtigt werden kann. 2) Mit wenigen Ausnahmen, die vielleicht verschrieben sind; ebenso fehlt אמר in der alten Komischen HS. (Y). Vereinzelte Beispiele auch in den Ausgaben. 3) Frankel, Mebo. S. 16b. 4) Frankel, das. S. 17b. 5) Frankel, ebend. Es ist charakteristisch, dass in der erst dem XVI. Jahrh. angehörenden Handschr. des Jeruschalmi, nach welcher Berachot, ed. Frankfurt 1875, abgedruektwurde (vgl.Hildesheimer a. a. 0. VI, Anm. 19) diese Merkmale der Diction des j. T., ferner נתפלל in ,התפלל לעור in א לעזר etc. nach dem babyl. Talmud abgeändert wurden, vgl. die Vorrede zu dieser Ausg. S. 2a fg. (nicht paginirt). Freilich meinen die Verfasser der Vorrede, dass alle diese Eigenthümlichkeiten des j. T. ed. Venedig auf den Irrthümern und Ungenauigkeiten der alten Handschritten beruhen!

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