Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Testament Mardochai Meysels
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 1)
- Language
- German
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Das Testament Mardochai Meysels mitgetheilt und nach handschriftlichen Quellen beleuchtet von Dr. Alexander Kisch, Rabbiner an der Meyselsynagoge in Prag. - (Schluss,) Trotz des verächtlich klingenden Titels ״Schulklöpper“, rechnet es sich der Verfasser dieses Aufsatzes zur Ehre an, Moses Henis oder Henochs Altschul, wie er allgemein genannt wurde, seinen Ahnen zu nennen. Auf der Grabinschrift seines Sohnes wird von ihm mit Verehrung gesprochen, auf dem Titelblatte seines Brantspiegels, der mir leider nur in einer späten Auflage (Frankfurt 5436—1676) vorliegt, wird er bezeichnet als: ר׳ משה איש ירושלמי הנקרא בפי כל ר׳ משה הי־ננוכם Dieses איש ירושלמי ist wohl nur ein Missverständniss, entstanden durch die dem hundert Jahre später lebenden Frankfurter Drucker unverständliche Abkürzung א׳״ש (Altschul), wie er in unserer Familien - Megilla und auf seinem Grabsteine genannt wird. Das Amt eines Gemeindenotars — נאמן הקהל — bekleidete er durch viele Jahre, bis es sein Sohn Henoch übernahm, der, ein würdiger Nachfolger seines Vaters, sich in mancher schwierigen Lage bewährte. Die Er-, lebnisse desselben unter der Stadthauptmannschaft Albrecht von Waldsteins hat er selbst liiedergeschrieben.1) Er starb am 10. Adar 5393 (1633) und wird auf seinem Grabsteine benannt: (- החסיר האלוף המרומם מהו״ר״ר חנוך חכם וסופר וצ־ל Dessen mit unserem Moses gleichnamiger Sohn wurde der Amtsfolgen seines Vaters und Grossvaters und scheint sich in schwie- ב) Vergl. mein מנלח פודי הקלעים in der Jubelschrift zum 70. Geburtstage des Prof. Dr. Graetz, Breslau, Schottlaender, 1888. 2) Gal. Ed. Nr. 106.