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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 90

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 2
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 90 (sequence 9)
Language
German
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90 Das Testament Mardochai Mevsels. Mit Simon Brandeis ha Levi, dem Schwiegersöhne Babbi Löb’s, der später Vorsteher der Prager Judengemeinde und der Ahnherr eines bedeutenden Kabbinergeschlechtes1) wurde, ist dieser natürlich nicht identisch, da er sonst nicht hätte zum Collegium beigezogen werden dürfen. Er scheint übrigens mit diesem Geschlechte Brandeis, dessen Glieder Leviten sind, gar nicht verwandt gewesen zu sein, da bei ihm dieses Attribut nicht erwähnt ist, während es beim Gemeindeschreiber Kaufmann und beim Vorsteher Epstein gewissenhaft auch in der deutschen Uebersetzung des Testaments wiedergegeben wird. Dieser Rabbi Joachim Brandeis scheint vielmehr identisch mit Rabbi Joachim Eisiks zu sein, dessen Sohn Eisik (Isak) Rabbiner, Cantor und Secretär der israelitischen Gemeinde in Brandeis an der Elbe, ungefähr 25 Kilometer von Prag entfernt, war und dessen Grabstätte auf dem alten Friedhofe in Prag noch bekannt ist. Rabbi Joachim hat wohl als Vorgänger seines Sohnes dieses Amt bekleidet, ehe er als Rabbinatsassessor nach Prag berufen wurde und daher erst den Beinamen Brandeis erhalten ohne Zusammenhang mit der alten dem Levitenstamme angehörigen bekannten Prager Familie Hamens Brandeis. Dies scheint wenigstens aus dem Epitaph seines Sohnes hervorzugen, welches lautet: יום ב׳ ר״ח אלול שצד. פ״נ הר״ר אייזק ש׳ץ ורב וסופר דק״ק ברנדם בן ה״ה מהור״ר חיים ר, אייזקש וצי׳ל. אשא קינה על ידע בינה כרב חנינא, בתורת הי תמיר חנה, תפלתו בבונה, ידיו ולבו לאל אמת ואמונה, והיה ש״ץ וסופר ורב ונאמן יותר מי׳ו שנה, שבחו מי מנה, תנצבה נחונה•2). ־נ) Baruch Juda Brandeis gieht auf dem Titelblatte des von seinem Yater B. Bezalel Brandeis, Bunzlauer Kreisrabbiner, verfassten Werkes צידד. ברוך, Prag 1786, und ebenso in der Yorrede zu diesem Werke seinen bis auf Simon B. reichenden Stammbaum. Ygl. auch Griinwald’s ״Jungbunzlauer ]Rabbiner“. 2) Bei Hock ״Die Familien Prags, Wien 1892, steht diese Inschrift mit der abweichenden Jahreszahl ,שצ״ך auf S. 388b.

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