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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 88

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 2
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 88 (sequence 7)
Language
German
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88 Das Testament Mardochai Meysels. tären Grossthaten Meiseis der geistigen Anregung E. Löb’s mit zu verdanken sind, sowie anderer Seits, dass das "Wirken des hohen Eabbi erst durch dis materielle Forderung Meiseis möglich wurde. Ich ־will diese Behauptung nur mit kurzen Hinweisen auf die Wechselbeziehungen der beiden Männer begründen. Die ״Klaus“, die Schöpfung des hohen Eabbi Lob1), steht auf ehemals Meiserschein Grunde zwischen dem Spitale und dem Beerdigungsbrüderschaftshause, das, wie wir oben zeigten, dem grossen Meisel’schen Grundcomplexe angehörte, auf welchem auch das Meiselbad, das Beth-hamidrasch, das ”Waschhaus und der von Meisel der Chewra geschenkte Theil des Friedhofes sich befand. Die grossen Darlehen Meiseis an die Gemeinden Krakau und Posen stehen, wie man wohl behaupten darf, mit der Thätigkeit B. Löb’s als Oberrabbiner von Posen und •Landesrabbiner von Grosspolen in Zusammenhang, namentlich da die Jnden-Gemeinde in Posen am 11. Juni 1590 mit Hab und Gut ein Eaub der Flammen wurde, und E. Löb kurz darauf 1592 von Prag als Landesrabbiner wieder dorthin ging. Die berühmte Audienz, welche der hohe Eabbi Löb im Adar 1592 (5352) bei Kaiser Eudolph II. hatte, und über welche wohl nicht ohne Absicht ein geheimnissvolles Halbdunkel gebreitet wurde, scheint mit der Privilegienertheilung an Meisel und an die im Jahre der Audienz vollendete Meisel-Synagoge im Zusammenhang zu stehen. Wenigstens theilt uns der Schwiegersohn E. Löb’s, E. Isak Kohen, in einer handschriftliehen Mittheilung, welche im Hamagid 1872, Nr. 14, veröffentlicht wurde, mit, dass die Berufung E. Löhs zur Audienz durch den Fürsten Bertier an Mardochai Meisel und Isak Weisl für den Prager Oberrabbiner übergeben wurde. Bei dem freundschaftlichen Verhältnisse des E. Löh zur Beexdigungsbrüderschaft, welche ihm sogar die Abfassung ihrer Statuten zuschreibt־, ist die Schenkung eines Grundstückes zur 0 Zemach David 1. c: Schon Gfrätz vermuthet diesen Zusammenhang. Gesch. 9 S. 4981).

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