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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 82

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 2
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 82 (sequence 1)
Language
German
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82 Das Testament Mardochai Meysels mitgetheilt und nach handschriftlichen Quellen beleuchtet von Br. Alexander Kisch, Kabbiner an der Meyselsynagoge in Prag. -— (Fortsetzung,*) Bald änderten sich jedoch die Verhältnisse zum Nachtheile der Erben dadurch, dass die Judenältesten 3 die um diese Zeit mehrfach als gewaltthätig geschildert werden, kraft der geleisteten Hypothekenzahlungen die MeisePschen Grundstücke als ihr Eigenthum zu betrachten begannen.. Am 21. August 1628 verkauften sie einen Theil der Meisel’schen Liegenschaften sogar an Schimsche Samson für 4000 El. Rheinisch. Samuel Meisel war inzwischen verstorben, und sein unmündiger Sohn Markus wurde von seinem Vormunde Aron Radisky nicht ohne Geschick, und anfangs sogar mit Glück vertreten. . Dieser kaufte nämlich von den Häusern, welche den böhmischen Aufständischen nach der Schlacht am weissen Berge confiscirt worden wahren, und deren Erwerb den Juden von Ferdinand II. ausdrücklich gestattet wurde, im Jahre 1637 einen Theil des Agrikolischen Gebäudes. Ja er erlangte noch mehr. Durch Erkenntniss des Magistrats der königl. Altstadt Prag, vom 10. Januar 1651, wurde, und zwar auf Grund einer Weisung des Kaisers Ferdinand III. vom 18. Juli 1649, entschieden, dass Markus Meisel als Erbe des Vermögens und Nachlasses nach Mardochäus Meisel gerichtlich anerkannt und ihm die von Meisel neuerbaute Schule (Meisel- Synagoge), das von ihm an einem anderen Platze (dem heutigen Badhofe) hergestellte Judenbad und jenes Haus zugesproehen wurde, welches die Judenältesten zu Händen der Gemeinde unrechtmässig besassen und •benützten. *) Berichtigung. S. 28, letzte Zeile v. u. lies: Jus Can., cap. 3 u. 7, de Jud. X, V, 6. — S. 35, Z. 4 v. 0. lies: 8 Marz 1601.

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