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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 12 · p. Seite 555

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 12
Article
Einige Beispiele von ausgesucht tückischem Bekehrungseifer im byzantinischen Reiche
Date
1887-01-01
Page
Seite 555 (sequence 6)
Language
German
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dem byzantinischen Reiche. 555 פרסיים barf man sich nicht irre führen lasse«. Es ist eine Cen» snränderung statt זבשני רומים!). Welches Interesse hätten auch die persischen Herrscher an der Sache gehabt, ob die Juden aus Jesaia lesen oder nicht lesen? Oder ob sie Trostverse oder andere lesen? Aber die christlich-byzantinischen Herrscher hatten ein hohes Interesse daran, ein Verbot dagegen zu erlassen, wie gegen das Schema und gegen das dreimal Heilig. Denn neben dem Psalter diente der Prophet Jesaia als Stütze für die christologischen Phantasmagorien. Namentlich die Tröstungen in Deutero-Jesaia, die voll sind von Verkündigungen einer ewigen Heilszeit, wurden im christlichen Kreise auf die vom Christenthum verkündete Heiislehre bezogen. Jüdischerseits dagegen wurde daran die Erwartung eines zukünftigen Jerusalems in aller Herrlichkeit geknüpft. Auch diesen Trost gönnte ihnen das boshafte Byzanz nicht. Darum verbot es die Tr ostpe ri k open aus Jesaia öffentlich zu lesen. Auch dieses Verbot wurde wahrscheinlich in Palästina durchgeführt, und auch dabei müssen.Vigilanten gedacht werden, commandirt, die Ausführung des Dekrets zu überwachen. 1) Oester hat die allzuängstliche Censur-Purgation רומים geändert in פרםיים. Vgl. ©ittin p. 80 a: מא מלכות שאינה הוגנת? מלכות פרסים. ואטאי קרי לה מלכות שאינה תמת? משום שאין להם לא כתב ולא לשון. Unstreitig steht hier פרסיים statt רומים. Denn von den Römern glaubten die babylonischen Amoräer, sie hätten keine eigene Sprache (Aboda Sara p. 10 a): תני ר׳ מסף . . ב? י אתה מאר אדום) שאין לו,, לא כתב ולא לשון). Diese Annahme stammte daher, weil die Römer ihre Ertaste für den Orient in griechischer Sprache und in griechischer Schrift abzufassen pflegten. Weiß hat nicht die Censuränds« rung רומ-ים in פרסיים beachtet und hat sich von diesem Responsum verleiten lassen, das Verbot, aus Jesaias zu lesen, in die Zeit der Per» serherrschaft zu setzen (ייד חד ורורשיו HI p. 6), wie sich auch Rapo- Port davon hat verleiten lassen (Erech Millin p, 171). Wären unter פרסיים Perser oder Neuperser (Sassaniden) zu verstehen, hätte sich Na« tronai nicht unbestimmt ausdrücken dürfen כשני הפרסיים, sondern hätte es näher bezeichnen müssen בימי מלכי פרסיים האחו.נים, wie Schema sich ausdrüüt: זהוין שני שפר וצרות בסוף מלכות פרסיים. Graetz . Monatsschrift XXXYI 12, 86

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