Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Ein archivalisches Curiosum
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 540 (sequence 3)
- Language
- German
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540 Ein archivalischt« Curiosum. stadt in Wien) gestattet, sich da aufzuhalten, wo der Hof weilte. Trotz all der Zweifel, die uns beherrschen, halten wir es doch nicht für überflüssig, dieses Verzeichniß zu veröffentlichen, da sich darunter einige intereffante Personen befinde», und fügen wir denjenigen, die uns bekannt sind, die betreffenden Notizen bei. Israel Auerbach gestorben in Wien 634 ו. Auf dem Grabsteine heißt es, daß er jung an Jahren und reich an Weisheit starb (Inschriften des alten jüdischen Friedhofes in Wien S. 6, Nr. 23). S amu e l A u e r b ach. Simon Herzet, Israel und Sa l omon. Aron Lazarus aus Lichtenstadt in Böhmen. Als der Winter.König Friedrich von der Pfalz in Prag residirte, sollten die Jesuiten diese Stadt verlassen. Das Volk war diesem Orden nicht günstig gestimmt und war das Leben der Patres bedroht. Genannter Lazarus rettete sie aus der Gefahr. Er versorgte sie mit Civilkleidern, damit sie vom Volke nicht erkannt werden, verschaffte ihnen Pferde und führte sie mit eigener Lebensgefahr denn sie wurden auf der Flucht von Soldaten und, von Leuten von Civil hart verfolgt, bis nach Bamberg. Im weitern Verlaufe des Krieges stand Lazarus den Geistlichen im Stifte Tepl und im Ellbogner Kreise bei (vrgl. unfern Artikel: »Ein Jude rettet Jesuiten" in Wertheimers Jahrbuch 662;---1860—1 6. 3210 Jacob und Leon B a s s e w i. Jacob Bassewi ist der» jenige» welcher von Ferdinand II. in den österreichischen Adelsftand mit dem Prädikate von Treuenburg erhoben wurde (vgl. unser: Josef Wertheimer S. 14 und Beilagen V, VI und VII, S. 328 u. ff.). Auf dem alten jüdischen Friedhofe in Wien liegt begraben die Frau Bath-Scheba, gestorben 166;, Tochter Ascher Basfewi's, Sohn Jacobs, Mutter des Arztes Ascher ״Meadomim" (de! Rosst) — vgl. Inschriften S. 44, Nr. 271.