Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Abermals über die Kalir-Frage
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 538 (sequence 10)
- Language
- German
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538 Ein archivalisches Kuriosurrt. hatten, scheint die zweite die annehmbarere. (Man vergleiche hierüber wie überhaupt über die angeführten Inschriften Derenbourg's Auslassmigen). Vielleicht verdient die Vermutung noch Erwähnung, daß KarTca^Äf.ifjuag eine Proselytin gewesen. Wenn Derenbourg seinen e88ai schließt mit dem Satze: 81״ ces quatre nouvelles mscriptions appartiennent en effet au cimetiäre de Porto, l’existence d’uue ancienne communaute dans cette localite est assuree“, so können wir hieraus bemerken, daß die Existenz einer jüdischen Gemeinde zu Oivitas Portus (Porto) wahrend der römischen Kais er zeit kaum je einem Zweifel unterlegen hat, ob aber Elasar hakkalir derleiben entstammt, ist doch noch eine andere Frage .... Dr. Berthold Ein stei n. Lin archivalisches Huriosum Von G. Wolf. Man hat die Geschichte uus fable convenne genannt. Nun so arg ist es nicht. Es ist jedoch keine Frage, daß man vieles als Geschichte betrachtet, was thatsächlich nur Fabel oder Legende ist. Wer sich mit Geschichtsforschung beschäftigt, wird daher die vorgeführten Thatsachen prüfen, und der Quellenforschung betreibt, dem ergeben sich gar oft ganz andere Resultate als jene, welche von der Tradition berichtet werden. Wir führen beispielsweise an: Es heißt, daß der bekannte Hoffaclor Sarnuel Oppenheimer das ehemalige jüdische Spital in Wien begründet habe und wird ihm dieses Verdienst bei dem Eeelengedächtnifse (Haskarot Neschamoth) nachgerühmet. Wir hatten jedoch