Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der Ritus mit den Weidenzweigen am Hüttenfeste, sein Alter und seine Bedeutung
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 521 (sequence 13)
- Language
- German
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Der Ritus mit den Weidenzweizen am Hitkkenfeste, 521 der unverkennbar ist, zeigt sich auch in der Auffassung der Ma. nipulatioil mit dem Lulab-Bündel. Während/U, Jochana» erst/, nach den vier Richtungen einfach religiös deutet, pniאסר ר' ׳ מוליך ומביא לטי שארבע רוחות שלו, מעלה ומוריד לסי שהשמים והארץ עלו Sukka 37 b) legt ihr ein späterer, aus Babylonien stammender Amora eine magische Wirkung bei. Die horizontale Bewegung mit dem Lulab Bündel soll die bösen Winde verscheuchen, die Bewegung nach oben und unten den schädlichen Thau von den Pflanzen feruhalten (das.) .א«־ ר׳ חטא בר עוקבא אמר ר' יומי בר חנינא. מוליך ומביא כדי לעשר רוחות רעות, מעלה ומוריד כדי לעזגר טללים רבים. Diese Auffassung ist eben vom MagismuS beeinflußt, welche alle schädlichen Naturkräste als Diener Ahrimas an׳ gesehen und quasi-religiöse Ceremonien und Bewegungen vorge« schrieben hat, diese unschädlich zu machen. Der in Babylonien entstandene Brauch, an dem angegebenen Tage (יומא רהושענא רבא) zu schütteln, ist nun wohl eilte Nachbildung des magischen Baretzman. Weiden wurden dafür vorgezogen, weil bei der Aus« schmückuug des Altars an diesem Feste solche verwendet worden sind, und im babylonisch-jüdischen Kreise hat man diese Vorkehrung nicht als Dekoration, sondern als Bann mittel äugesehen, um dämonische Gewalten fern zu halten. Der Hoschana Nabba-Tag mit dem Weidenzweig ist entschieden ein Kind der Superstition, und darum hat sich die wüste Kabbala seiner bemächtigt.