Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Mendelssohniana
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 329 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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32S Notiz. Aotiz. Mendelssohniana. Seit der in vielen Gemeinden begangenen Säcularfeier des Todes des jüdischen Philosophen von Berlin ist der Briefwechsel von, an oder über Mendelssohn bereichert worden. Die jüdische Welt hat durch die posthume Huldigung für ihn erst erfahren/ was sie an ihm besessen hat, und daß sie ihm die geistige Wieder' gebürt der Judenheit verdankt. Mendelssohns Bedeutung, bis dahin nur von Einzelnen erkannt und gewürdigt, ist seitdem Bielen zum Bewußtsein gekommen. Es entsteht daraus ein gewisser Eifer, neue Funde seiner ausgebreiteten Correspondenz aufzusuchen und zu veröffentlichen. Was der Herausgeber von Mendelssohns ״gesammelte Schriften", Prof. Georg Benjamin Mendelssohn vernachlässigt hat, der seines Großvaters literarische Thätigkeit nur als ein Familienprachtstück behandelt hat, wird nun nachgeholt. Die neuen Funde tragen dazu bei, das geistige Bild dieses jüdischen Weisen, und die Anerkennnng, welche ihm von hervorragenden Zeitgenossen geworden ist, zu vervollständigen. Einen nicht uninteressanten Beitrag zur Mendelssohn'schen Correspondenz liefert Herr Adolph Neubauer, einen hebräischen Brief, welchen M. an den Bischof Robert L o w t h zugleich mit einem Theil seiner Pentateuch-Uebersetzung sandte (Jjar 1781). Der Inhalt des Schreibens ist nicht besonders bedeutsam; der hebräische Styl ist auch nicht besonders schön, vielmehr holprig, mit neuhebräischen Phrasen untermischt. Mendelssohn hatte in den dreißig Jahren, seitdem er den Versuch zur Gründung einer