Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Wahnwitz und die Schwindeleien der Sabbatianer nach ungedruckten Quellen
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 1)
- Language
- German
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Der Wahnwitz und die Schwindeleien der tzabbatianer 201 Her Wahnwitz l!nd die Schwindeleien der Sabbatianer nach ungedrulkten Guellen. Vorwort. Die pseudo-messianischen Verirrungen und Schwindeleien, die sich an den Namen des Smyrnaer Betrügers oder kabbalistischen Phantasten knüpfen, beinah 150 Jahre spielten, von Sabbatai Zewi (1666) dis Jakob Frank (1793) theilweise noch darüber hinaus, und welche die letzten Gläubigen zum Katholicismus führten, haben eine reiche, meist polemische Literatur erzeugt. Sie hat nämlich zu ihrem Inhalte eine stattliche Reihe von Anhängern dieses Pseudo-Messias, von ihrem gauklerischen Treibest und ihren wahnwitzigen Theorien. Der vagabundirende Prophet Nathan aus Gaza, der unsaubere Miguel Cardoso aus Madrid und Tripolis, der tollhäuslerische Wanderpredigen M a r d o ch a i aus Eisenstadt, die polnischen Sabbatianer Chajim Molach und Mose Me.ir Äammenker, der Taschenspieler L ö b e l e aus Prosnitz, der Erzschwindler N ehemia Chajon aus Bosnien, der als Krypto-Sabbatianer entlarvte Oberrabbiner Jonathan Eibeschütz, um deffentwillen die Gemeinden Deutschlands, Oesterreichs und Polens in zwei einander feindliche Parteien zerfielen, und endlich — last מסע least — der angebliche Baron Jakob Frank Leib owitsch aus Galizien, der in Offenbach einen förnilichen Hof mit Soldaten und Dienerschaft bildete, alle seine Vorgänger als wiedergeborenen Messias Sabbatai Zewi ausgab und einen zahlreichen Anhang in Polen und Böhmen hatte, spielten.psestdo׳MLsstanifche Rollen. Diese, ebenso betrübende,