Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Bedeutung der Priesterschaft für die Gesetzgebung während des zweiten Tempelbestandes
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 7)
- Language
- German
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während des!,zweiten LempelbeftatchLS.,! , ■ 103?;■׳ ׳■ liche Verordnungen, welche! während des Tempelbestandes ein-?■,! geführt wurden und die pentateuchischen Gesetze über levitische Reinheit und Unreinheit bei weitem übertroffen haben. Aber während der Talmud selbst den Grund von dergleichen levitischen Erschwerungen aufsucht (מאי טעמא), lässt er uns bei dieser Matzregel völlig im Ungewissen darüber. Jndeffen kann man wohl als sicher annehmen, daß diese Bestimmung» daß die auch nur ent-- sernte Berührung mit dem Auslande levitische Unreinheit nach sich zöge/die Auswanderung ins Ausland hat erschweren oder verhindern wollen.■ Die Auswanderung aus dem heiligen Lande ■wurde über- ■ :׳ Haupt als höchst tadelnswertst gehalten, und je mehr die jüdische Bevölkerung im Heimathlaude abgsnommen hat, um so mehr wurde gegen die Emigration geeifert. Selbst wenn die Berthen, erung der Lebensmittel im heiligen Lande noch so hoch steigt, soll man es nicht verlasien, wenn man solche noch erschwingen kann. Diese Rücksichtsna hme auf die drohende Entvölkerung desselben hat in einer Gesetzesbestimmung Ausdruck gefunden, daß der Ehemann seine Frau nicht zwingen dürfe, ihm ins Ausland zu folgen»). Für Laien, welche sich über die religiöse Warnunq nicht auszuwandern hinweggesetzt hatten, zog es indeß keine Folgen nach sich. Dagegen wurde es jedem Ahroniden gesetzlich untersagt, auch nur zeitweise das heilige Land zu verlassen,, und wurde ihm nur unter besondern Umständen gestattet»). Gestattet >) Bergl. Tosest« Aboda Sara V und Parallelst, und ■ Khetubot Mischna letzten Abschnitt. , l ' 2) Dieses Verbot kommt an mehreren Stellen vor, aber nür Tüseftü Aboda Sara 18 Und JerUs. Berachot 6 s, und Nazir öS a ist die ursprüngliche Form gegeben 'אטרו-' אל '2א כהן לחת1ה לארץ Ä8. י Bor-!! ausgehend sind die Ausnahmen angegeben: ׳־חני-־־טטמא ■כהן<ויו8א להו8ה לארץ ׳לדיני ■מטונוח! ובדיני נששוח; ולקדוש החורש .. .:ללםוו חורה ולישא אשה. Darauf folgt eine Controverse bezüglich des Aussuchens, eines