Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hiroda=Hördt bei Speyer
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 3)
- Language
- German
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94 Notizen. da ע für e erst in viel späterer Zeit zur Verwendung gelangt (s. Steinschneider, Hebr. Bibliographie) VI, 119 f. Ob der zweite Josef טהררה, den die jüdische Litteratur kennt, etwa mit unserem identisch und auch in diesem Geleitwarte Herde zu erkennen ist, wage ich nicht zu entscheiden. Zunz verzeichnet unter den Belegen dafür, daß die synagogalen Dichter zuweilen auch ihren Heimathsort in ihren Poesieen akrostichisch zu verweben pflegten, Syn. Poesie p. l lO n. b auch das Gedicht סי יסד שמי גמהים Bodl. 613 Nr. 598, in dem als Akrostichon Joseph m טהר erscheint. Neubauer erwähnt Catalogue p. 363 Nr. 110 diesen Pismon mit der Bemerkung: א״ב and? יוסף מהרדה• Wie ich den mir von ihm mitgetheilten Strophenanfängen entnehme, in denen die Namenszeichnung in den auf מי folgenden Worten zu finden ist, muß bei Zunz טהררה in Einem Worte gelesen werden. Den Schlußbuchstaben bildet סי הקים כל אפסי — ה ארץ —, gleichwohl wäre es darum noch nicht unmöglich, auch diesen Joses nach dem deutschen Herde zu versetzen. Das erste 6 mußte nicht eben transcribirt werden. Jb. bei Zunz ist auch die Angabe: Jsak b. Jakar מלוך zu verbessern, die leicht dazu verleiten kann, in dem Ortsnamen Luoch, das heutige Lug in der Pfalz zu vermuthen. Es ist מליל zu lesen, wie Literaturgeschichte p. 268 angegeben ist und Zunz bereits bei Landshuth עטידי העמדה p.!22 berichtigt hat. Lutra im Akrostichon Menachenl's, das Zunz ib. bereits als Kaiserslautern erkennt, erscheint auch in den deutschen Urkunden als Lutrea. Vielleicht darf in der Frage nach der Heimath des Dichters Joseph טהררה der Umstand berücksichtigt werden, daß vorwiegend deutsche synagogale Dichter ihre Heimath in den Akrostichen ihrer Gedichte anzugeben pflegten. David Kaufmann.