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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 2 · p. Seite 59

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 2
Article
Ein Eheproceß in der Familie Ibn-Tibbon
Date
1887-01-01
Page
Seite 59 (sequence 11)
Language
German
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Ein Eheprozeß in der Familie Jbn-Tibbon. K9 dürfen. Lo»b wundert sich, daß das letztentscheidende Rabbinats. collegium nicht den Vater als Zeugen aufgerufen hat. 1). Nun, als Zengen könnte er wegen so naher Verwandtschaft nicht fungiren. Aber der Uinstand ist erstaunlich, daß er nicht intervenirt hat. Sein Schweigen bedeutet wohl, daß er die Schritte eines Sohnes gebilligt hat. Nun kann die Klage Saviuels aus Nancüne geschehen sein» um seine stolze Base zu demüthigen. Sie kann aber auch aus religiösem Skrupel veranlaßt gewesen sein, damit sie nicht, wenn sein Eclöbniß mit ihr rechtskräftig anzusehen ist, im Jncest der Bigamie lebe. Dieser Skrupel mag ihni erst später aufgcstiegen oder beigebracht worden sein. Darum mag er erst nach längerer Zeit die Klage erngeleitet haben. Kurz, die schöne moralische Sentenz: את כל והאדם p הוה לכף וכוח muß gewiß zu Eunsien des Abkömmlings der Tibboniden geltend gemacht iverden. Wir sind nicht berechtigt, nach sechs Jahr- Hunderten das Verdammungsurtheil gegen ihn — und mit ihn! gegen seinen Vater — auszusprecheu, daß er aus Habsucht die Ehrlosigkeit begangen hätte, die Gültigkeit ihrer bereits vollzogenen Ehe mit Isaak anzufechten, um der ihm so nahe stehenden Verwandten eine hohe Summe abzupressen, wenn sein Ehege« löbniß als gültig anerkannt und ihm die Berechtigung zuerkannt werden würde, ihr einen Ccheidebrief zu geben oder zu versagen. Herr Loeb ist als Franzose zu galant gegen die Dame. Um ihr Recht hell zu beleuchten, stellt er ihren Gegner in Schatten. >- Das. p. 18.

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