Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die Herrschaft des Christenthums durch Constantins Bekehrung
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 416 (sequence 1)
- Language
- German
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416 Die Herrschaft de- Christenthumdurch Constanntins Bekehrung. Pie Herrschaft des Ehriffeuthums durch Konstantins r? Bekehrung. G-AstantinS Annahme des Christenthums und Erhebung desselben W l'Staatsreligion für das in den drei-ErdHeklen der alten Welt ausgedShM Römerreich ist eine ThatsWe'-Oon unberechenbarer Tragweite, hat eine mit keiner andern vergleichbaren Umgestaltung hervorgebracht Md wirkt noch in gestriger» W PdteWn Nachi' Der letzte Beweggrund׳ der Bekehrung dieses KaisÄs, welche einen solchen Umschwung herbeigeführt hat, M feit׳ dem borigdn Jahrhundert bei dem Auftreten der Aufklärungsperiode und des Rationlismus Gegenstand ein» 'gehendes״ Wdrischer Untersuchung geworden, zumal es feststeht daß Constantin auH als Kaiser lange dem heidnisch-römischen UWtO'ijagechaa^Varr^ DÄ8׳ ^mW ihn beivogen haben, die rölÄWmUötttt) ׳«eHe doch Äs Begründer uüd Beschützer" der römischen Macht angesehen wurden, aufzugeben und sich einem Gotte zuzuwenden, der doch, nach alt heidnischer Anschauung, ohnmächtig nicht einmal seine Bekenner zu schützen vermochte? Die Rationalisten des vorigen Jahrhunderts, die Wunder, auf welche die Kirchenschriftsteller diese Bekehrung zurückgeführt hatten — in hoc signo vinces — sammt und sonders verwerfend, suchten das Motiv in dem Eigennutze des Kaisers: er habe sich des Altars als eines Piedestals bedient, um als Alleinherrscher im römischen Reiche gebieten zu können. Dieses Motiv erweist sich doch bei kritischer Geschichtsbetrachtung als vage und׳ unannehmbar. Welchen Nutzen konnte sich Constantin von der Annahme der Kreuzesreligion für seinen aller-