Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Oeütfchland. 3ÄS senden, ,welche nach einer alten Tradition die Welt bestehe« würde. Er nimmt den Vergleich haarscharf; für den Beginn des sechsten Jahrtausends, also für die Zeit, in der er lebte, konstatirt er die Weltherrschaft eines Volkes, das mit Macht und Strenge regiert und sich der Wahrheit mehr nährt als die Nationen, welche frühr gewaltet haben d. h. als die christlichen. Hier ist ein sehr deutlicher und sehr freundlicher Hinweis auf die Mongolen, deren Horden gerade zur Zeit des Nachmanides die Weltherrschaft an sich rissen. Da Nachmani seinen Bibel» commentar erst in seinen späteren Lebensjahren schrieb, nachdem er in Palästina die schreckhaften Spuren der Mongolenzüge mit eigenen Augen gesehen hatte, so ist diese oben erwähnte Notiz etwa nicht zu erklären aus einer übermäßigen günstigen Meinung von den Mongolen. Gewiß waren die'rohen Horden nicht so zu fürchten, wie das niederträchtige Rafsiniment des Juden- Haffes in dem gebildeten Abendlande, wo die Kirche über die Früchte erschrack, die sie selbst ausgesäet hatte. Aber Haupt« sächlich war es die lebhafte messianische Erwartung, die über die neuen Weltherrscher einen lichten Glänz ausbreitete. In der siebeuten Note des siebenten Bandes erwähnt Grätz eine ganze Reihe von jüdischen Quellen, die uns über das Verhältniß von Juden und Mongolen unterrichten. Jütereffant ist, was Bteslau von Zarnecke citirt, daß durch einen Schreibfehler in dem Briese eines päpstlichen Legaten aus einem rex Indonne ein rex Iudaeorum wurde und dadurch im ganzen Abendlands sich die Nachricht verbreitete, daß die Nachkommen der zehn Stämme im Anzuge seien Steinschneider schreibt über hebräische Drucke in Deutschland. Es ist das Schicksal mancher Autoren, recht gründlich und ge» lehrt über Dinge zu schreiben, die kaum Jemand zu lernen Lust hat. Den Schluß des Heftes bilden einige Nachrichten, von denen die wichtigste eine Mittheilung Sybels ist über eine