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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 8 · p. Seite 337

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 8
Article
Stellung der kleinasiatischen Juden unter der Römerherrschaft
Date
1886-01-01
Page
Seite 337 (sequence 9)
Language
German
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Die Stellung der kleinafiatischen Juden unter der Römerherrschaft. 337 einen Grund geltend gemacht hat, welcher in den Augen von Römern für die Berechtigung zur Befreiung überzeugend sein mußte. Er machte geltend, daß die Juden von je her gewöhnt seien, p r i e st er l ich e n Funktionen zu obliegen. Das sagt wenig oder viel. S äm m t li ch e Pri e st e r- C o l- I e g i e n in Rom und Latium waren v o m K r i e g sdienste frei'). Dositheos, der Redner, wollte also geltend machen, י) lieber diese Angelegenheit, die aGTqareta, Befreiung vom Kriegsdienste für die Juden unter dem Consulate Lentulus und Casus Marcullus vom Jahre 49, hatJosephus 5 Urkunden erhalten (Alterth. XIV, 10, Z 13,!4, 16, 18, 19). Mit Recht hält L. Mendelssohn § 18 chronologisch als das e r st e Edikt (Acta, societatis philolog. Lipsensis V p. 171 f. eine eingehende Abhandlung über die ganze Angelegenheit). Diese lautet (mit Weglassung von unsichern Eigennamen, wahrscheinl den Namen des Aushebungs-Tribunen): ׳ ' XeyovGx AevxXcp tw ävdvTiäTw(?) nqoGeX&ovreg i<51dä£a[1ev amov 718 qI wv ä w gl- &8 o g KX807taTQ1dov *A X 8 % a v d q 8 v g Xöyovg £7?oCGaro : onwg TcoXirag *Pwfiatwv *lovSaCovg c 8 qd */ ovdacxd 7xoc elv itwödrag, av avrw cpavfj, dstGcSaLfiovCag §'v s xa ano- Xvöft, xal ä7reXvG8 71qd SexaTqtwv xaXavöwv cOxTwßqCwvt Sämmtlicfee Urkunden des Edikts haben denselben Inhalt und geben denselben Grund für die aGTqax8Ca an, nämlich x 8 qd *I0 v d a x x d 8% 8 xv xal 7t ox sxv und SsxGxSaxfiovxdg 8v 8 xat Der altlateinische Uebersetzer hat sich in dem Worte xsqd nicht zurecht gefunden. Einmal giebt er es durch t em p 1 a jadaica facere solifcos und das andere mal durch sacrarla jadaica wieder. Es kann nichts anders bedeuten als Sacra ״jüdischer P r i e st e r d i e n st " und entspricht dem Worte dexGxdaxiiovCa, d. h. Ceremonien zur Verehrung der Gottheit. Der von DoMeos angegebene Grund ist nicht derselbe, den der König Hyrkan durch seine Gesandten bei Dolabella für die Astralem gellend machte (das. § 12), weil die Juden an Sabbat nicht Waffen tragen und nicht Märsche machen dürfen, auch sich nicht nach ihrer Gesetzesvorschrift bereitete Speisen verschaffen können (firjre tqotpwv xwv Txarqtw : xal Gvvrj&wv xal avTovg evnoqeZv)״ In diesem Edikte ist die noch» wendige Uebertretung der Religionsgesetze beim Kriegsdienst hervorgehoben. Dieser Hinderungsgrund war genügend für Deloballa, Markus Antonius Collegen, welcher mit dem König Hyrkan oder richtiger mit dessen Minister und Major Domus Antipater befreundet war, um den Juden die dGtqaTsxa zu gewähren. Er würde aber den feindlich gesinnten Pompejanern

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