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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 7 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 7
Article
Zur Charakteristik R. Samuel b. Chofni's und R. Hai's
Date
1886-01-01
Page
Seite 318 (sequence 5)
Language
German
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318 Zur Charakteristik R. Samuel b. Chofni's und R. Hai's. Wir begegneten also auch hier jenem mutazilitischen Argumente und einer Anführung der Ascharitischen Ansicht, zu der sich auch R. Hai hinneigt, nur daß er die Wirksamkeit der Gottesnamen und der Zauberei leugnet, während von der ascharitischen Dogmatik auch diese zugegeben wird. Den Unterschied zwischen den Wundern, welche durch Propheten vollführt werden, und der Zauberei bespricht er am Ende des Gutachtens. Nach seiner Auseinandersetzung muß das wegen eines Propheten geschehene Wunder zwei Eigenschaften*) besitzen: daß es von keinem Sterblichen unmöglich vollbracht werden könne und eine Veränderung des natürlichen Laufes der Dinge sei, wie es die, welche Moses, Josua und A. gethan, waren; ferner *) daß der Prophet auf das Wunder sich berufen haben soll. — Obwohl nun eine solche Begriffsbestimmung in der Natur der Sache zu liegen scheint, zeigen doch die Worte R. Hai's eine solche Uebereinstimmung mit den Begriffen nachascharitischer Dogmatik 8), daß der Einfluß unleugbar ist. Da nun aber Allem den Nachkommen des betreffenden Nichts bekannt sei. Dasselbe erzählt er II Bl. 166 v. Der ״bekannte Ort beim Eingänge der Stadt" ist wahrscheinlich das Vab al-Jahud bei al־Mukaddasi p. 233. Ob wir es hier mit einer Version jener Sage von Natronai Gaon zu thun haben, von der wir in diesem Gutachten R. Hai's erfahren? — Jedenfalls stützt ' sich diese Bermuthung auf die Bemerkung Harkavy's a. a. O« p. 14, nach welcher anstatt צרפת mit det Halberstammschen HS. ספרר ■gu lefen ist. — Die kabbalistischen Schriften, die von R. Hai erwähnt werden, finden ihren Hintergrund m den Fihrist, p. 308 ff. vorgesührten Schriften, unter deren Verfassern wir auch Asaf angeführt finden. Derselbe wird au$ Mafätih I 635 erwähnt. Andere Anführungen bei Steinschneider. Zur pseudepigr. Lit. p. 80 ff. .. .שתי מכוח (י ar. צרכאן. a) 586 Z 13 ff. Der Uebergang ist nicht ganz klar, woran der Text schuld zu sein scheint. Der Sinn ist aber ohne Zweifel der angegebene. b) Die zwei von ihm erwähnten Bedingungen der Prophetie finden wir beinahe in einem jeden Kalamwerke. Wir verweisen nur auf al- Guwejni, 68 v. f. und 71 v. al-Nasafl Assaid p. 16 al-Ggi p. 175 ff. Natürlich finden wir sie auch bei jüdischen Religionsphilosophen.

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