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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 4 · p. Seite 181

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 4
Article
Studien zur Aggadah
Date
1886-01-01
Page
Seite 181 (sequence 17)
Language
German
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IRI
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Studien zur Aggadah. 181 ״seinen Sohn an den Unfug erinnern will, den dieser im Wem- ״berg verübt hat, pflegt er ihm zu sagen: gedenkst Du dessen, ״was dir der Hund gethan! Ebenso — so oft Gott Israel an ״die Sünde erinnern will, welche sie in Refidim begangen» wo ״sie gesprochen: ,Ist etwa Göttin unserer Mitte, oder nicht" ״(Exod. 17, 7), pflegt er ihnen zu sagen: ״Gedenke, was Dir ״Amalek gethan". Das Subjekt der Parabel erscheint ausnahmlos mit dem Präfixbuchstaben ל an der Spitze und bildet den Ausgangs- Punkt der Erzählung. Als solches ftgurirt in der Regel ״ein König" nach seinen verschiedenen Beziehungen zu seinem Sohn, seiner Tochter, seiner Frau, seinem Diener, seinen Legionen, seiner getreuen oder ungetreuen Stadt u. >. w. Diese Königs« figur ist für die Parabel geradezu typisch geworden ') und wird selbst da oft gebraucht, wo es ein Geringerer auch hätte thun können; sporadisch nur, meist wo es nicht anders geht, wird zu dieser Funktion ein ״Jemand" (Piska 10 S. 8t a; Piska 11 S. 98b; P. 21 S. 144 a; P. 25 S. 164 a; P. 2 S. 17a), ״ein Räuber" (P. 25 S. 159ab; S. 164 a) ״eine vornehme Frau" (P. 14 S. 117b; P. 15 S. 121 b; P. 22 S. 147 a; P. 9 S. 77 b) u. a. zugelassen, auch vernunftlose Dinge sind davon nicht ausgeschlossen (P. 3 S. 27 a; P- 25 S. 164 a; S. 165 a). Das Subjekt der Parabel steht als solches nicht immer im Mittelpunkt des Interesses, manchmal ist grade die Nebenfigur der eigentliche Träger der Parabel; z. B. Piska 10 S. 81b: ״Wie ein König, der zu seinem ״Diener spricht: gehe und bringe mir einen Fisch vom Markt. ״Dieser geht und bringt ihm einen angegangenen Fisch. Da ') Eine Ausnahme hiervon machen nur dis Tischripiskoth. In ihnen wird ״der König" nicht sonderlich bevorzugt, und die verschiedentlichsten Personen und Dinge sunltioniren daselbst als Subjekt der Parabel. —

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