Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine eigenthümliche alte griechische Pentateuch-Übersetzung mit längern Zusätzen
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 1)
- Language
- German
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60 Eine eigentümliche alte griechische Pentateuch-Uebersetzung «Line eigenthnmliche alle griechische Pentateuch- Ueöersetzung mit länger» Zusätzen. Der Kirchenvater Origenes, dem wir Fragmente von griechischen Uebersetznngen der heiligen Schrift aus dem zweiten Jahrhundert zu verdanken haben, tradirt aus Autopsie« daß in genauen Exemplaren der Gvttesname des Tetragrammatons nicht mit den üblichen hebräischen Buchstabenfiguren geschrieben waren, sondern ausnahmsweise in einer anderen alten Schriftart, welche vor Esra üblich gewesen: iv xolg axqCßsai rvöv ävnyQaywv ‘EßqcuxoZg aq%ai01g ygdfifiaoi yiyqamac (ro xstgaygdfifiarov^, «/U’ ovyi xolg vvv. liebet die Figuren dieser archaiiftischen Buchstaben tradirt Origenes nicht. Ein späterer Kirchenschrift» stellet, Evagrius, giebt einigen Aufschluß über dieselben. Er tradirt nämlich (gewiß aus einer ältern Quelle), daß das Tetragrammaton auf dem Diadem des Hohenpriesters die Figuren der griechischen Buchstaben 27/27/ gehabt habe (Eusebius Onomastica sacra ed. Lagarde I, 205): xovxo (xd xsxqa- YQdfifiaxov) q>aoi ini xm nexdX<o •rot! OQaxtsgewg yiyqa<f&at IIIIII. Auch bei Theodoret (vgl. w. u.)> Diese Notiz ist vielfach benutzt worden, um den ältern Schriflcharakter des hebräischen Alphabets zu ermitteln. Denn diese Eigenheit stammt gewiß aus einer Zeit, in welcher das hebräische n auch links ge» schlossen war und also Aehnlichkeit mit dem heutigen n und dem großen griechischen JI hatte, und dann in welcher das י sich nicht merklich vom 1 unterschied, und beide dem Initialen griechischen l ähnlich waren. Der Gvttesname war also etwa geschrieben n|n|, welcher von links nach rechts gelesen gleich dem griechischen nini