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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 8 · p. Seite 364

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 8
Article
Die Midraschim zum Pentateuch und der dreijährige palästinensische Cyclus
Date
1885-01-01
Page
Seite 364 (sequence 14)
Language
German
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364 Die Midraschim zum Pentateuch und der dreijährige Genesis auslegt Darum ist bei B. r. nicht wie bei den übrigen Pentateuch-Midraschim die Frage, warum seine Para» schas nur einzelne bestimmte Texte rc. behandeln, sondern in welcher Weise ihre Eintheilung und Abgrenzung erfolgt ist. Die Kapitelzählung, wie sie unsere Ausgaben ausweiseu, war den Sitten nicht bekannt und stammt sicherlich aus einer späteren Zeit: aber zweifellos ist, das der Autor des Midrasch selbst die fortlaufenden Auslegungen in kürzere Abschnitte zerlegt hat. Um diese ursprünglichen Paraschas festzustellen, suchte man in den Proömien sichere Kennzeichen zu finden, so daß nur diejenigen Paraschas, die ein Proöm über einen Vers aus den Hagiographen •) oder ein Proöm überhaupt *) an der Spitze tragen, für acht gelten sollten, alle anderen aber als Theile und Fortsetzungen der vorhergehenden zu betrachten wären. Allein wenn sich auch aus den Proömien viel wichtiges ermitteln läßt, so liefern doch diese Erklärungsversuche nur die äußeren Kriterien zur Auffindung der Paraschas, geben aber nicht den inneren Grund an, der für ihre ursprüngliche Festsetzung bestimmend gewesen ist. Seltsam, daß man gar nicht beachtet hat, was doch so nahe liegt, daß die Kapiteleintheilung des B. r. in erster Reihe von den Paraschiot der Genesis selbst, den rinms ') Uebergangen sind nur die genealogischen Stellen wie Genesis 5,2 fs. (von den Versen über חנוך und M abgesehen), I I, 10—26, 36,1—30 mit wenigen Ausnahmen und andere, die für die Auslegung!einen Stoff boten, wie die wiederholende Erzählung Eliesers, Gen. 24, 35—48. Wie erklärlich dieses an sich ist, s» muß es doch hervorgehoben werden, wenn man in dem Uebergehen der letzteren Stelle in B. r. ein ״beachtenswerthes geschichtliches Zeugnis" finden konnte, Laß diese ״Glosse" in Genesis dem Midrasch noch gar nicht Vorgelegen hat! (Geiger, Zeitschrift VIII (1870) S. 123 ff. — Die Angabe Lerner's, Anlage und Quellen des Bereschit rabba, S. 8, daß im Midrasch ״kein Abschnitt, kein Kapitel" der Genesis unerklärt bleibt, ״kaum irgend ein Vers" unbeachtet gelassen wird, ist hierdurch berichtigt worden. *) Rapoporh (Lrech Millin S. 171. *) Lerner, a. a. O. S. 126.

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