Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 2)
- Language
- German
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Recension. 333 es seine Lieblingssammlung gewesen, die seine Kenntniß vermehrt. Durch dieses persönliche Interesse an der befreundeten Sammlung wird aber auch jede Einzelheit ihrer Provenienz dem Forscher lieb und werth. Gern und freudig bietet er seinen Scharfsinn auf, unr alle Dunkelheiten gerade dieser Punkte zu erhellen. Die königliche Bibliothek in Müchen nun genießt im Besonderen diesen Vorzug, daß sich ihre Benutzer ihr angelegentlichst verbunden und verpflichtet fühlen. Ref. machte schon bei der Lectüre von G r ü n b a u m s jüd.-deutscher Chrestomathie diese Wahrnehmung, in höherem Maaße aber bei der Lectüre P erle s'scher Arbeiten aus dessen Münchner Zeit und vornehmlich vorliegender Arbeit. Ein persönliches Interesse führt diesen hinein in den Kreis humanistischer Ausläufer in Deutschland und Italien, und wenn auch kein völlig neues, so fällt doch vermehrtes Licht auf die interessanten Gestalten Widmanstadts, Sebastian Münsters, Paulus Aemitius', Cardinal Aegidius', Masius' und AA. In dieser Beleuchtung gewinnt vornehmlich Elias Levita, der durch Wort und Schrift für Italien und Deutschland der eigentliche Lehrmeister des Hebräischen wird, eine Bedeutung, welche Ref. an einem andern Orte zu würdigen sich vorbehält. Referent muß es sich versagen, hier des Näheren auf die vielen im Buche behandelten Personen, Juden, Christen, volle und halbe Convertiten einzugehen. Für die jüdische Geschichtswifsenschast beanspruchen die vielen sicheren und die manchen zweifelhaften Ermittelungen P e r l e' s auf diesem Gebiete mehr das Interesse des Ergötzlichen, als das des eigentlich Wissenswürdigen. Freilich durch die oftmalige Erhärtung der K oh el eth'schen Wahrnehmung ll, 9), der man so gern die Prä« gung Ben-Akibas leiht: ״Alles schon dagewesen", bietet unser Werk bisweilen sogar ein höchst actuelles Interesse. Wir rechnen dahin die Nachricht von Münsters Selbstvertheidigung gegenüber