Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Buxtorf's Aruchhandschrift
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 9)
- Language
- German
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Buxtorss Aruchhandschrist. 253 haben, vgl. Zunz, Literaturgeschichte der syn. Poesie p 622. Keineswegs werden wir fortan mit Perles p. 20 vermuthen dürfen, der Schreiber Jakob der Regensburger Copie sei vielleicht der in Anonymität sich hüllende Epitomator" des kleineu Aruch. Ein eigenthümlicher Umstand läßt mich annehmen, daß diese Handschrift mit dem im gleichen Jahre von dem Kunstschreiber Israel b. D avi d ls. Z u n z, zur Geschichte 568, Hebr. Bibl. 16, 83) copirten Machbereth und den! von breiter, weniger gefälliger Hand herrührenden Lapidarium in der Mitte von allem Anfang zu Einem Codex vereinigt gewesen sei. Die Außenseite des ersten Blattes unserer Aruchhandschrist ist nemlich mit einem Theil des Buchstaben ע aus Menachem b. Saruk's Buche von der Hand Js rael's b. David beschrieben. Auf dieser angefangenen Lage hat der Besitzer des Machbereth und des Lapidariums, wohl Jsak b. Eleasar dann seinen Vetter den kleinen Aruch schreiben lasten. lieber die Herkunft des Codex und die Zeit, wann derselbe in die Stadtbibliothek von Bern gelangte, ist, wie mir Herr Oberbibliothekar vr. Bloes ch mittheilt, absolut Nichts zu er- Mitteln. Es fehlt selbst an jedem Anhaltspunkte dafür, daß die Handschrift etwa mit dem größten und werthvollsten Theile der Berner Sammlung aus dem Nachlaste des Franzosen Lougars 1632 dahin gekommen sei, da der Name des Besitzers weder auf dem Titel, noch sonst an einer Stelle des Codex zu finden ist. Wenn B u x t o r f die Handschrift benutzt, und da sie nicht in seinenl Besitze gewesen zu sein scheint, der Bibliothek Bern entlehnt oder daselbst eingesehen hat, so wäre dadurch ein Zeitpunkj gewonnen, in dem der Codex frühestens in Bern vorhanden gewesen sein muß. Budapest, S. April 1885.