Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Studien zur Aggadah
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 14)
- Language
- German
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Studien zur Aggadah. gliedern. Stellen wir nun diesen 6 ז, ש' ד«׳ * *), von denen 4 nicht ganz verdachtfrei außerdem sind, die 74 Pethichah's gegenüber, derer, Beginn mit dem nackten Textvers ohne jegliche Einleitungsphrase von allen Handschriften verbürgt ist, so haben wir tboX das Recht zu der Behauptung, daß diese Formel, oder vielleicht gar die ganze Pethichah mit dieser Formel, von einer andern späteren Hand herrührt. Die Richtigkeit dieser zahlenmäßig begründeten Behauptung wird vollends durch die Thatsache außer Zweifel gesetzt, daß erst in der späteren Haggadah 'ז' ש׳ ה als einführender Terminus für Textverse immer allgemeiner zur Anwendung kommt *), wie tu Debari m rabbah, in dem Midrasch 0 Wir dürfen selbst die 8 zweifelhaften 'ז' ש׳ ה zu unseren Gunsten den introductionstosen Pethichah's hinzurechnen. Nicht etwa bloß, weil wir sie aus Grund einer Handschrift — und das meist auf Grund des guten Kodex LuzzaLo -י-! streichen können, sondern weil es viel wahrscheinlicher ist, das; man sie hinzugefügt, obschon sie nicht vorhanden gewesen, als daß man sie, wenn sie vorhanden gewesen, hätte fallen gelassen. Es kann absolut nicht zufällig sein, daß diese zweifelhaften 'ז׳ ש׳ ה sämrntlich grade in der 1. Pethichah der verschiedenen Piska's austreten. Daselbst, wo der Piska-Vers stets zu lesen war, empfand man es peinlich, den Piskavers und Textvers so verbindungslos und unterschiedslos neben einander zu sehen; außerdem betrachtete man die Piska als'ein Ganzes, und war daher besonders befremdet, selbst bei ihrem Beginn jede introducirende Wendurig vermissen zu sollen. Sogar Buber hat wol dieser Erwägung Aaum gegeben und hat daraufhin sich nicht enthalten können, seinem guten Kodex ungetreu, dies ׳ ש' ה׳!, wenn auch tu Klammern, am Anfang der Piska in den Text hinein zu korrigiren. — *) Diese Zugehörigkeit des ז׳ ש׳ ה׳ zur jüngeren Haggadah hat auch vr. Lerner anerkannt. (Anlage und Quellen des Bereschit Rabba S. 22. 130). Anstatt jedoch aus dieser spärlichen Zahl von '׳ ש' ה! zu folgern, daß hier Interpolationen vorliegen, gleichviel ob diese Phrase allein oder das gaitze mit dieser Phrase behaftete Stück interpolirt ist, geht er so sehr darauf aus, Indizien für die Priorität des BereschiLh rabba beizuschaffen, daß er auch daraus seine Schlüsse in dieser Richtung zieht. Genau das Umgekehrte läßt sich in solcher Weise aus כחיב schließen, das in unserer Pesikta nur e i n mal zu finden, in Bereschith rabbah dagegen sehr häufig ist. Jalkut, Tanchuma, Wajikra rabbah und a. pflegen ihren Entleh׳ nungen aus unserer Pesikta flott ein 'ש׳ ח st od. ה' ה' ד vorzustellen, so daß sie hierfür nicht beweiskräftig find. Es muß überhaupt darauf hin- 12*