Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Al-Jákubi über den Glauben und die Sitten der Juden
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 2)
- Language
- German
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136 Mscellen. Hämän befreite. Dann am 17. Tage des Tammüz, an dem Müsa vom Berge heruntergestiegen, am 9. Tage des Ab einen Tag, an dem Jerusalem zerstört wurde, und am 3. Tage Teschrin, an dem Kadarja betchikam gelobtet worden. Sie haben vier Feste im Jahre: das Fest des ungesäuerten Brodes (עיר אלפטיר) am Tage an dem Llusa mit den Baim Israil aus Aegypten zog und diese ihren Teig Mitnahmen, bevor er noch gegohren hatte, und ihn ungesäuert verzehrten. Dies ist am 15. Nisan und dauert sieben Tage. Dann haben sie ein Fest am 16. Tage von Haziran’), an dem die Thora Musa offenbart worden, und das ist bei ihnen ein sehr hochgehaltenes Fest. Dann ist ein Fest am ersten Tage von Teschrin, das ist der Anfang des Jahres bei ihnen, ferner am 15. Tage von Teschrin, das ist das Hüttenfest (עיר אלמטלה * *), dessen Bedentung darin liegt, das Gott den Bann Israil durch Nusa befohlen, daß sie sich aus Palmenblättern und- Zweigen eine Hütte bauen, auch nehmen sie 8 Tage in ihren Synagogen Bündel von Palmblättern und» Zweigen beim Gebete iu die Hand. Ihrer Gebete sind drei: ein Morgengebet, eines beim Untergehen der Sonne und eines nach ihrem Untergänge. Wenn einer von ihnen sich zum Gebete stellt, fielt er seine Fersen neben einander, legt die rechte Hand auf die linke Schulter und seine linke Hand auf die rechte Schulter und seine Augen aus dm Boden heftend macht er fünf Kniebeugungeu, ohne jedoch eine Prosternation zu machen, dann macht er am Ende Eine Prosternation *). Am Anfänge der Gebete preist er Gott mit ') Slw&n. *) Diese Benennung scheint ihm der Erklärung bedürftig, die er im Folgenden durch ומענאת eingeleitet giebt. Den Ausdruck סלאלאת hat er auch aus diesem Grunde zur Bezeichnung des Feststraußes gewählt. ף Daß die Juden in Jemen dies noch heute thun, berichtet Jakob Saphir, Eben ha-sappir 1 f. 57 a: נופלים על פניהם כל יום אתר חפלת ח״י בפישוט ידים ותלים בישיבתם על הארץ כטו ביד הכיש י.