Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Erfurter hebräischen Grabinschriften
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 10)
- Language
- German
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358 Die Erfurter hebräischen Grabinschriften. 88. אשד! צנועה וחשובה מ׳ רבקה בת בהה1 אברהם הכהן שנפטרה יב Noten % ad 1) Mitteilung von 1)1׳. Unger in der Mg. Zeit, des Judentums. Jahrg. 1840 S. 450 angeführt von Zunz in seinem Werke: Zur Geschichte und Literatur 1845 S. 405. Leider ist die hebräische Inschrift nicht mehr aufzufinden. ad 2) Mitgeteilt von Bellermann in dem Programm vom Jahrs 1795 unter dem Titel: Vs In80ripti0nibu8 llsdrai.018 Erk0rdi6u8idu8 S. 9 No. 18. Der Stein ist im Hause des Herrn Sonntag aus der Marbachstraße am Andreasthore gefunden worden. Bellermann liest Zeile 3 statt עק die Worte und Buchstaben נהרו. Es ist aber klar, daß erstatt ע ein נדר, statt des ד ein ז und statt des ן ein ו gelesen hat. Vergl. No. 34. ad 3) Der Leichenstein findet sich noch auf dem alten Friedhofe aufgestellt. Er wurde beim Abbruch des Andreasthores 1881 gefunden und Herr Rabbiner Dr. Caro hat eine Abschrift davon in Uebersetzung dem Stadtarchiv übergeben. ad 4) Auch die Inschrift dieses Steines ist von Dr. Caro übersetzt worden. Der Stein selbst ist erhalten. Die Ergänzung der fehlenden Worte dürste Zeile 4 הטהורה vielleicht rechtfertigen. ad 5) Mit dieser Inschrift ist es wie mit 3 und 4, daß der betreffende Stein noch erhalten ist. Doch ist eine Abschrift oder Uebersetzung davon nicht vorhanden gewesen. ad 6) Bellermann d. I. h. E. 1795 8. 10 No. 19 am Hirschlachufer im Johanmsstraßen-Viertel rechts an der Mauer gefunden, ad 7) Abschrift der Uebersetzung von Dr. Caro, ad 8) Desgl. ad 9) Von Dr. Jaraczewsky in seinem Buche : Die Geschichte der Juden in Erfurt 1868 Nachschrift No« 7 mitgeteilt. Der Stein ist noch erhalten. Die letzte Zeile ist jetzt auf dem Steine nicht mehr deutlich zu lesen. Aber soviel ist zu erkennen, daß statt עברה כג nur die Buchstaben נבר קט und in einer Zeile darunter der obere Teil eines ל zu erkennen sind. Es ist darum zu bezweifeln, ob die anderen von Dr. I. gelesenen Buchstaben wirklich auf dem Steine gestanden haben, um so mehr, als seine Lesung gar Leinen Sinn giebt.