Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der synagogale Ritus
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 11)
- Language
- German
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224 Der synagogäle Ritus. Kabbalisten erfreuten. In Jerusalem sah »och Asulai selbst Synagogen, in denen auch an obdachlosen Stellen Gottesdienst gehalten wurde. Den Abendgottesdienst verrichteten die Talmudisten in der Regel in den Höfen ihrer Lehrhäuser. (B. Jos. Or. Chajj. 90,1,2).; Die Fenster der Synagogen werden in den jüngern Bestandtheilen des Sohar, dem ״treuen Hirten" und den ״Pallästen" nachdrücklich gefordert; die Zahl derselben wird auf zwölf festgesetzt (Sohar 11, 59 11, 251 a). Diese Bestimmung nahm R. Josef Karo in sein Gesetzbuch auf (Or. Chajj. SO, 4), ohne daß dieselbe allgemeine Verbreitung gefunden hätte. Menachem Mendl Auerbach erzählt in der zweiten Hälfte des I7ten Jahr- Hunderts, daß sein Großvater von mütterlicher Seite, R. Jehuda Löb, Rabbiner und praktischer Arzt in Wien, daselbst eine Synagoge hatte, welche er mit 12 Fenstern versah. (Ater. Zeken. SO, 4). (Fortsetzung folgt.)