Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Geschichte der deutschen Juden im sechzehnten Jahrhundert
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 2)
- Language
- German
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Vaters bis zum Tode Kasimirs (21. Sept. 1527) gemäß der Thronfolgeordnung des alten Friedrich, welche die beiden ältesten Brüder mit der Nachfolge betraute (Neustadt, Markgraf Georg von Brandenburg als Erzieher p. 4 Anm. 3). Aber Georg hatte keine Kenntniß von diesem Vorgänge. Er war zur selben Zeit am ungarischen Hofe in Geschäften seines Oheims, des Königs Wladislaw II v. Ungarn (Neustadt, Aufenthaltsorte des Markgrafen Georg v. Brandenburg im Archiv für Oberfranken XV, 3 p. 233). Wir können hinzufügen, daß diese Vertreibung auch nicht nach seinem Willen war. Einer seiner ersten Schritte war es nach alleiniger Uebernahme der Regierung im Jahre 1528 den vertriebenen Juden die Rückkehr in ihre Heimath zu gestatten (Graetz, Gesch. d. Juden X,266 Anm. 3); und er hat diese Erlaubniß trotz des Drängens der Stände Zeit seines Lebens nicht wieder zurückzenommen (Lang, Neuere Gesch. v. Bayreuth II, 119 f.). I. ISIS April 26 sAnöi'ach^j. Me Markgrafen Kasimir und Georg von Brandenburg erlassen einen Befehl zur Ausweisung der Juden aus den Fürstenthümern Ansbach und Bayreuth. K a g i m i r und Georg als die eitesten gebrudere von gotes gnaden marggrafen zu Brandenburg etc. Unsern grus zuuor lieben getreuen, Nachdem uns von euch und andern unsern undertnanen auff jungst gehalten landttag zu Ba[ie]rsdorff manicherlai beschwerung der juden halben, so biszher ettlich zeyt in unsern furstenthumben gewest, auch etwa vil artickel von inen